Fußball Nationalmannschaft
Bierhoff bleibt bis 2010 Teammanager der DFB-Elf

Oliver Bierhoff hat seinen Vertrag als Teammanager der DFB-Elf konkret verlängert: "Ich werde nicht wie geplant bis 2008, sondern bis 2010 verlängern. Der DFB plant gerne längerfristig. Damit bin ich einverstanden."

Nach einer grundsätzlichen Einigung über eine Vertragsverlängerung zwischen Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), und Oliver Bierhoff, Teammanager der Nationalmannschaft, auf eine Zusammenarbeit über die WM 2006 hinaus, steht nun auch die konkrete Laufzeit fest.

"Ich werde nicht wie geplant bis 2008, sondern bis 2010 verlängern. Der DFB plant gerne längerfristig. Damit bin ich einverstanden", sagte Bierhoff in der Bild am Sonntag. Der EM-Held von 1996 machte zudem deutlich, dass er und Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit gutem Beispiel in Bezug auf Werbe-Kontrakte den Nationalspielern vorangehen werden. "Jürgen und ich haben unseren Partnern gesagt: Ab Mai stehen wir für keine Werbeaktivitäten mehr zur Verfügung. Dann zählt nur noch eins: die WM!", erklärte Bierhoff.

Ab dem 15. Mai kommenden Jahres sind den DFB-Stars jegliche Nebentätigkeiten untersagt. Diesen Entschluss hatte die sportliche Leitung am vergangenen Freitag gefasst. Nach entsprechendenden Diskussionen wurde festgelegt, "keine Kolumnen, Tagebücher und kommerzielle Internetaktivitäten der Spieler während der unmittelbaren Vorbereitungszeit ab dem 15. Mai 2006 und der WM 2006 zuzulassen".

Kein Kuranyi-Tagebuch während der WM

Grundsätzlich hatte Bierhoff dazu festgestellt: "Wir können gut nachvollziehen, dass die Spieler während der WM das Schreiben von Tagebüchern auch werblich nutzen möchten. Wir haben uns aber dazu entschlossen, die klare Linie vorzugeben, dass es in dieser Zeit keine Zusagen für andere Verpflichtungen geben soll und die Konzentration sich alleine auf den sportlichen Bereich richten soll."

Diese Regelung, über die die Spieler schon im vergangenen Jahr informiert worden waren, wurde bereits bei vorangegangenen Welt- und Europameisterschaften praktiziert. Diese Entscheidung wurde auch Roger Wittmann, dem Berater von Nationalspieler Kevin Kuranyi, mitgeteilt. Der Schalker Stürmer hatte kürzlich einen Vertrag mit einem Software-Unternehmen (Microsoft) abgeschlossen. Dieser enthielt unter anderem eine Vereinbarung, dass der Spieler während der WM ein Online-Tagebuch führen solle.

Darüber hinaus hatte Bierhoff im Auftrag von Klinsmann die Nationalspieler, die für das Uno-Benefizspiel am 22. Dezember 2005 in Düsseldorf eingeladen waren, dringend darum gebeten, diesen Termin abzusagen. Kuranyi und der Kölner Lukas Podolski hatten unter anderem für dieses von Ronaldo und Zinedine Zidane organisierte Match bereits eine Zusage gegeben.

Klinsmann entscheidet erst nach der WM

Derweil ist die Zukunft Bierhoffs in Diensten des Verbandes weiter geklärt, die von Klinsmann ist allerdings noch offen. Schon nach der Vertragsverlängerung "per Handschlag" im Vorfeld des Länderspiels am 12. November in St. Denis gegen Frankreich (0:0) hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann Bierhoffs Schritt begrüßt.

"Ich freue mich, dass die Gespräche positiv verlaufen sind. Allerdings ist die Arbeit des Managers wie auch im Verein unabhängig von der Arbeit des Trainers", sagte Klinsmann. Der DFB-Coach selbst will sich jedoch erst nach der WM im eigenen Land (9. Juni bis 9. Juli) in Sachen Vertragsverlängerung entscheiden, obwohl DFB-Boos Zanziger bereits den Wunsch nach einem Verbleib des Weltmeisters von 1990 formuliert hatte. Dazu Klinsmann: "Ich habe schon gesagt, dass meine Bereitschaft da ist, nach der WM weiterzumachen. Das hängt jedoch weiterhin von der sportlichen Entwicklung ab."

© SID

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