Fußball Nationalmannschaft
Bierhoff kritisiert neue Ausländerregelung

Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalmannschaft, hat sich kritisch zu der Entscheidung der DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh bezüglich der Ausländerbeschränkung in der Bundesliga geäußert. "Ein Witz", so Bierhoff.

Die DFL Deutsche Fußball Gmbh hat nach der Ankündigung, die Ausländerbeschränkung ohne eine gleichzeitige Begrenzung der Mannschaftskader aufzuheben, herbe Kritik seitens Oliver Bierhoff einstecken müssen. Der Nationalmannschafts-Manager bezeichnete im Fachmagazin "kicker" die Entscheidung der DFL als einen "Witz". Bierhoff hätte sich ein anderes Signal gewünscht und es "schön gefunden, wenn man mehr nationalen Charakter in die Vereine gebracht hätte". Die Kader-Begrenzung "wäre konsequent gewesen".

Zwanziger spricht sich für limitierten Kader aus

Dieser Meinung schließt sich auch der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger an, auch wenn er insgesamt von guten Ansätzen sprach. Mit der getroffenen Regelung könnten die Vereine jedoch ihre Aufgebote aufblähen und die Einsatzchancen der deutschen Spieler verringern. Der erhoffte Effekt für Bundestrainer Jürgen Klinsmann bliebe aus, da nicht gleichzeitig eine Kader-Obergrenze festgelegt wurde. "Da war ein anderer Vorschlag auf dem Tisch", erklärte Zwanziger. Ähnlich wie bei in den Europapokal-Wettbewerben sollte eine Kaderliste von maximal 25 Spielern festgelegt werden.

Auf der Mitgliederversammlung der DFL im Dezember hatten sich die deutschen Profiklubs für die komplette Streichung der derzeitigen Beschränkung pro Klub auf vier Spieler aus Ländern außerhalb der EU und der Uefa-Mitgliedsverbände ausgesprochen. Allerdings müssen die Vereine weiterhin zwölf deutsche Spieler unter Vertrag haben. Außerdem wurde die Einführung der so genannten "local player" beschlossen.

Grundsätzlich sei die Regelung "von der Tendenz her" laut Zwanziger jedoch "eine Entscheidung in die richtige Richtung". Nun herrsche Rechtssicherheit: "Wir haben jahrelang versucht, Ausländer auszugrenzen und sind rechtlich immer wieder in die Schranken gewiesen worden."

© SID

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