Fußball Nationalmannschaft
Deutsche Frauen testen gegen Dänemark

Für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft beginnt heute mit einem Testspiel gegen den Weltranglistensechsten Dänemark die letzte Phase der WM-Vorbereitung. Trainerin Silvia Neid spricht von einer Standortbestimmung.

Wenn das DFB-Team der Frauen heute in die letzte Vorbreitungsphase auf die Weltmeisterschaft in China startet, gilt das Interesse nicht nur dem ausgegebenen Ziel Titelverteidigung oder der aktuellen Form der Mannschaft, sondern auch einem aufkommenden Torhüterstreit. 43 Tage vor dem Auftaktspiel testet das Team von Bundestrainerin Silvia Neid heute in Magdeburg (13.15 Uhr/live im ZDF) erstmals in den neuen WM-Trikots gegen Dänemark. Am 2. August folgt in Gera ein weiteres Länderspiel gegen Tschechien.

"Speziell das Spiel gegen WM-Teilnehmer Dänemark ist eine ganz wichtige Standortbestimmung für uns, diese Mannschaft wird uns unsere derzeitigen Grenzen aufzeigen", sagt Neid vor dem Spiel gegen den Weltranglistensechsten, für das im Vorverkauf 7 500 Tickets abgesetzt wurden. Der Ruhm des WM-Titels von 2003 verblasst langsam, doch die Cheftrainerin will in China eine neue Erfolgsstory schreiben: "Das Ziel Titelverteidigung auszugeben, ist leicht gesagt, denn 15 andere Teams wollen den Titel auch. Die Zahl der Favoriten wird mit jedem Mal größer."

Vier Etappenziele für Neid

Deshalb hat Neid ihr Team in den letzten Trainingslagern auf "Etappenziele" bei der WM eingeschworen. "Erstes Ziel ist das Auftaktspiel gewinnen, gut reinkommen und die Vorrunde auf Platz eins beenden. Das zweite Ziel ist die Olympia-Qualifikation als eines der besten drei europäischen Teams bei der WM", erzählt Neid und blickt bereits weiter: "Teilabschnitt drei ist das Finale, das wir als Ziel vier gewinnen wollen."

"T-Frage" bleibt weiter offen

Auf dem Weg dahin hat die Bundestrainerin "sehr gute Eindrücke" von der Arbeit ihres Teams, allerdings plagt sie ähnlich wie Jürgen Klinsmann vor der WM 2006 die T-Frage. Statt Lehmann und Kahn duellieren sich bei den Frauen die nach sieben Monaten Verletzungspause vor dem Comeback stehende Stammkeeperin Silke Rottenberg und Ersatztorfrau Nadine Angerer. "Ich fühle mich sehr gut und gehe davon aus, dass ich die WM spiele. Ich weiß nicht, ob ich es mit mir vereinbaren könnte, wieder die Nummer zwei zu sein. ", erklärte Angerer.

Erfolgsgarantin Rottenberg hofft dagegen, dass sie im zweiten Testspiel gegen Tschechien wieder ins Tor zurückkehrt: "Ich fühle mich fit und will spielen." Neid lässt die T-Frage ganz im Klinsmann-Stil noch offen und will sich lieber auf die Testspiele konzentrieren: "Ich fordere kein Ergebnis, sondern spielerische Qualität. Von der Abwehr bis zum Angriff."

In letzter Zeit wurde vor allem intensiv an der Kondition gefeilt, weshalb keine Topleistungen von Conny Pohlers, Renate Lingor und Co. zu erwarten seien. Beim Gegner richtet sich das Augenmerk besonders auf die einzige Deutschland-Legionärin Luise Hansen (1. FFC Frankfurt), die ihr Comeback nach Verletzungspause feiern soll.

Nach den anstehenden beiden Länderspielen gibt es für das deutsche Team mit dem EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz (22. August) und dem Duell gegen Ex-Weltmeister Norwegen (30. August) nur noch zwei Testmöglichkeiten vor Beginn der Weltmeisterschaft.

© SID

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