Fußball Nationalmannschaft
Deutschen Frauen reicht Remis fürs Finale

Im Vorrunden-Endspiel des Algarve Cups reicht dem deutschen Frauen-Nationalteam heute gegen Schweden ein Unentschieden, um zum dritten Mal das Finale zu erreichen.

Das Finale winkt, doch Silvia Neid warnt: "Das ist im Vergleich zu den ersten beiden Spielen eine ganze andere Liga", sagte die Trainerin der deutschen Fußballerinnen vor dem Vorrunden-Endspiel beim Algarve Cup heute in Faro gegen Schweden (14.15 Uhr/live im ZDF).

Der stark verjüngten Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die sich beim Turnier in Portugal bisher mühelos gegen Finnland (2:0) sowie China (3:0) durchsetzen konnte, reicht allerdings schon ein Remis gegen den Vize-Weltmeister von 2003, um zum dritten Mal das Finale gegen den Erzrivalen und Olympiasieger USA zu erreichen.

Während das Tor von Nadine Angerer in den bisherigen beiden Partien gegen die überforderten Gegner nicht einmal ernsthaft unter Beschuss geriet, erwartet Neid gegen die Skandinavierinnen den ersten echten Härtetest für den Welt- und Europameister, der sich im Vorfeld der EM in Finnland (23. August bis 10. September) derzeit in der Experimentierphase befindet.

Schweden mit starkem Sturm und Abwehrproblemen

"Unsere Abwehr wird gegen den starken Sturm der Schwedinnen sicher mehr gefordert werden als bisher", sagte Neid, die während des bisherigen Turnierverlaufs zwar "positive Erkenntnisse" gewonnen hat, diese Eindrücke aber nicht überbewerten will: "Erst nach dem Spiel gegen Schweden werden wir schlauer sein. Für uns gilt es, Druck auszuüben, denn die Schwedinnen haben in der Abwehr ihre Probleme."

Doch obwohl die DFB-Trainerin betont, dass ihr die Ergebnisse in dieser Phase der EM-Vorbereitung nicht wichtig sind, will die 44-Jährige dennoch die gute Ausgangsposition vor dem letzten Spieltag der Gruppe A nutzen und mit ihrer Mannschaft ins Finale einziehen. "Wenn wir nun schon sechs Punkte auf dem Konto haben, dann wollen wir gegen Schweden auch gut aussehen und ins Endspiel kommen", äußerte Neid.

"Junge Wilde" sorgen für frischen Wind

Gut ausgesehen im bisherigen Turnierverlauf haben vor allem die "jungen Wilden" um die erst 18 Jahre alte Kim Kulig. Die Mittelfeldspielerin vom Hamburger SV gehört zu sieben Spielerinnen im deutschen Kader, die 20 Jahre oder jünger sind.

Die Youngster haben mit ihren starken Auftritten für frischen Wind im Lager des Rekord-Europameisters (sechs Titelgewinne) gesorgt und die Abwesenheit die verletzten Stammkräfte Birgit Prinz, Kerstin Stegemann, Ariane Hingst, Annike Krahn sowie Simone Laudehr genutzt, um auf sich aufmerksam zu machen.

Kim Kulig eine Bereicherung

"Kim ist richtig klasse und eine echte Bereicherung. Mit ihren erst 18 Jahren ist sie schon eine richtige Persönlichkeit", lobte Neid vor allem Kulig, die gegen China in ihrem dritten Länderspiel ihr erstes Tor erzielte. Die guten Leistungen haben der Hamburgerin vor der Partie gegen die Schwedinnen das nötige Selbstvertrauen gegeben: "Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen - auch gegen Schweden."

Von den Vorstellungen der Talente ist auch Routinier Kerstin Garefrekes beeindruckt. "Ich bin von den Jungen positiv überrascht. Es zeigt sich, dass die einheitliche Spielphilosophie beim DFB von Vorteil ist. Die Jungen wissen genau, um was es geht und übernehmen bereits Verantwortung auf dem Platz", sagte Garefrekes, die bisher selbst mit drei Turniertoren überzeugen konnte: "Es gibt manchmal Phasen, da will der Ball nicht rein. Und dann gibt es Phasen wie jetzt, in denen man immer da steht, wo der Ball hinkommt."

© SID

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