Fußball Nationalmannschaft
Deutschland bleibt nach knappem Sieg auf EM-Kurs

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch das letzte Qualifikationsspiel für die Euro 2008 vor der Sommerpause gewonnen. In Hamburg feierte die DFB-Auswahl einen knappen, aber verdienten 2:1-Sieg über die Slowakei.

Dank Thomas Hitzlsperger hat die deutsche Nationalmannschaft einen gelungenen Saison-Abschluss gefeiert und hält weiter klar Kurs auf die EM 2008. Der Mittelfeldspieler vom deutschen Meister VfB Stuttgart köpfte beim 2:1 (2:1)-Erfolg gegen die Slowakei in Hamburg den Siegtreffer (43.).

Dadurch baute die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw mit 19 Punkten ihren Vorsprung als Tabellenführer der Gruppe D vor den spielfreien Tschechen auf fünf Zähler aus und schüttelte die Slowaken (9) als Verfolger ab. Für Löw war es der neunte Sieg im elften Spiel. Er geht damit als Bundestrainer mit der erfolgreichsten Bilanz im ersten Amtsjahr in die DFB-Historie ein.

"Kompliment an alle, wenn man sieht, was jeder für die Mannschaft geleistet hat. Das war unglaublich, und man kann stolz darauf sein. Heute hat jeder kämpferisch alles in die Waagschale geworfen", lobte Löw, "die Frische hat etwas gefehlt, man hat gemerkt, dass die Spieler müde sind, aber der Wille war vorhanden. Wir haben heute Abstand in der Tabelle geschaffen, und das gibt uns Zuversicht."Auftakt mit zwei Eigentoren

Bevor Hitzlsperger den sechsten Sieg im siebten Qualifikationsspiel für die Endrunde in Österreich und der Schweiz sicherte, hatten die 51 500 Zuschauer in der ausverkauften Hamburger WM-Arena gleich zwei Eigentore gesehen. Der Slowake Jan Durica brachte Deutschland nach zehn Minuten bedrängt von Miroslav Klose in Führung, Christoph Metzelder glich weitere zehn Minuten später mit seinem Missgeschick für die Slowaken aus. Im nächsten Qualifikationsspiel am 8. September in Cardiff gegen Wales muss der WM-Dritte allerdings auf Kapitän Bernd Schneider verzichten, der die zweite Gelbe Karte sah und damit gesperrt sein wird.

Löw hatte das Team gegenüber dem 6:0 am Samstag gegen Fußball-Zwerg San Marino nur auf einer Position verändert; Clemens Fritz ersetzte im rechten Mittelfeld den Stuttgarter Roberto Hilbert. Die Gastgeber begannen sehr druckvoll, gegen die sehr dicht gestaffelten Gäste fehlte der DFB-Elf dabei zunächst aber das Durchsetzungsvermögen.

Nachdem Klose, der trotz seiner Formkrise das Vertrauen von Bundestrainer Joachim Löw erhalten hatte, und Hitzlsperger ansatzweise Gefahr verbreiteten, sorgte die Mischung aus einer gelungenen Einzelleistung sowie slowakischer Fehler für die Führung. Marcell Jansen arbeitete sich auf der linken Seite eindrucksvoll durch und flankte den Ball vor das Tor, Martin Skrtel trat anschließend über den Ball und Durica drückte ihn unmittelbar vor Klose über die eigene Linie.

Der Bremer Stürmer, der ungeachtet der Formkrise, der Gerüchte um seine Zukunft sowie des öffentlichen Streits mit Mannschaftskollege Torsten Frings eine sehr engagierte Leistung bot, wurde zunächst als Torschütze angegeben und bejubelte seinen vermeintlich ersten Länderspiel-Treffer seit dem 13:0 am 6. September 2006 in San Marino, doch die Fernsehbilder entlarvten Duricas Missgeschick. Sofort erkennbar war dagegen zehn Minuten später das Eigentor von Metzelder. Der Dortmunder, der wohl zum spanischen Rekordmeister Real Madrid wechseln wird, verlor auf der linken Abwehrseite das Laufduell gegen Matej Krajcik deutlich, der Slowake drang in den Strafraum ein und Metzelder spitzelte den Ball unhaltbar für Torhüter Jens Lehmann über die Linie.

Hitzlspergers Treffer bringt Ruhe rein

Nach dem Ausgleich wirkten die Gastgeber, denen in Lukas Podolski, Michael Ballack und Bastian Schweinsteiger alle Torschützen des 4:1 im Hinspiel fehlten, verunsichert. Frings und Schneider blieben im Mittelfeld lange ohne große Wirkung. Dennoch ging die DFB-Auswahl mit einer Führung in die Halbzeitpause. Nach einer schönen Flanke von Philipp Lahm von der rechten Seite köpfte Hitzlsperger den Ball am langen Eck zu seinem dritten Länderspiel-Treffer ein.

Auch nach dem Wechsel blieb die DFB-Elf feldüberlegen, aber wenig überzeugend. Fritz mit einem Heber (58.) und der frei vor dem Tor aufgetauchte Metzelder (59.) vergaben Chancen auf das erlösende dritte Tor. In der 67. Minute verweigerte der portugiesische Schiedsrichter Olegario Manuel Bartolo Faustino Benquerenca der DFB-Elf nach einem Foul von Kraijcik am eingewechselten Mario Gomez zudem einen fälligen Foulelfmeter.

© SID

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