Fußball Nationalmannschaft
Deutschland siegt auch gegen Rumänien

Die deutsche Nationalmannschaft hat dank David Odonkor und Lukas Podolski ihren Höhenflug fortgesetzt. Der Flügelflitzer von Betis Sevilla (65.) und "Prinz Poldi" (82.) führten das Team nach einer schwachen ersten Halbzeit mit ihren Treffern zum 3:1 (1:1)-Sieg im Test gegen Rumänien in Köln und bescherten der Elf von Bundestrainer Joachim Löw den fünften Erfolg in Serie. Zudem gelang die Revanche für das 1:5-Debakel vor dreieinhalb Jahren in Bukarest. Dennoch konnte die "B-Auswahl" nicht an die glänzenden Auftritten aus den Spielen in England (2:1) und Wales (2:0) anknüpfen.

Vor dem Treffer durch Odonkor, der nur fünf Minuten zuvor ins Spiel gekommen war und sein erstes Länderspieltor erzielte, hatte Kapitän Bernd Schneider (42.) in seinem 80. Länderspiel die Führung der Gäste durch Dorin Goian (3.) ausgeglichen. Der Ex-Kölner Podolski traf ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte nach seiner langen Knieverletzung erstmals seit elf Monaten wieder für die Nationalelf. Der zwölfte Sieg im 14. Länderspiel unter Löw konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem deutschen Team beim kommenden EM-Qualifikationsspiel in Irland (13. Oktober) die Rückkehr einiger Stammkräfte gut tun würde.

Deutscher Fehlstart

Vor 44 500 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Kölner WM-Arena erwischte die Löw-Elf einen klassischen Fehlstart. In der dritten Minute herrschte nach einem Freistoß in der DFB-Deckung Konfusion, Goian kam am Fünfmeterraum völlig frei zum Schuss und ließ Timo Hildebrand keine Chance. Christoph Metzelder hatte zuvor die Abseitsposition aufgehoben.

Auch danach hatten die Gastgeber große Probleme, wie beim 2:0-Sieg in Wales am vergangenen Samstag flüssig zu kombinieren und den Gegner unter Druck zu setzen. Die Zielstrebigkeit, die das Löw-Team zuletzt auszeichnete, zeigten eher die Rumänen. Die technisch starken Gäste, die in Bestbesetzung aufgelaufen waren, hatten das Spiel klar im Griff.

In der zwölften Minute zwang der Stuttgarter Ciprian Marica mit einem Schuss aus der Drehung Hildebrand zu einer Klasseparade. Nach 20 schwachen Minuten hatte die Löw-Elf dann erste Chancen. Zunächst verfehlte Marcell Jansen das rumänische Tor aus spitzen Winkel nur knapp (20.), in der 26. Minute scheiterte Podolski aus abseitsverdächtiger Position an Gäste-Torwart Danut Coman. Doch die Rumänen blieben zielstrebiger und verpassten durch Petre Marin (28.), Mutu (34.) und Nicolae Dica (36.) das 2:0.

Schweinsteiger bleibt blass

Entsprechend fiel der unverdiente Ausgleich wie aus heiterem Himmel. Nach einer Flanke von Bastian Schweinsteiger war Schneider mit dem Kopf zur Stelle.

Löw hatte wie erwartet von Beginn an im Sturm die "kölschen Jungs" Podolski und Patrick Helmes aufgeboten, die allerdings zunächst völlig in der Luft hingen. Im Tor spielte für den angeschlagenen Jens Lehmann Spanien-Legionär Hildebrand. Der Schlussmann des FC Valencia hatte beim 1:5 in Rumänien sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben. Neben Hildebrand war Schneider einziger Spieler in der Startelf, der beim Debakel in Bukarest dabei war.

Zudem schonte Löw den Bremer Innenverteidiger Per Mertesacker und brachte Manuel Friedrich. Auf der rechten Abwehrseite erhielt Roberto Hilbert, der bei Defensiv-Aktionen große Probleme hatte, den Vorzug vor Arne Friedrich. Hinter den Spitzen sollte wie schon in Wales Bastian Schweinsteiger die Fäden ziehen, "Schweini" blieb aber blass. Nur fünf Spieler aus der Startelf von Cardiff standen auch in Köln von Beginn an auf dem Feld.

Nach der Pause brachte Löw Simon Rolfes für Hitzlsperger, Arne Friedrich für Metzelder und Gonzalo Castro für Jansen, was den Spielfluss im deutschen Team nicht unbedingt verbesserte. Dennoch hatte Podolski in der 49. Minute die Riesenchance zur Führung, scheiterte aber an Coman. Dennoch kam die deutsche Elf besser ins Spiel, auch weil die Rumänen nachließen. Spätestens mit der Einwechslung von Odonkor, der viel Druck entwickelte und seine Teamkollegen mitriss, übernahmen die Gastgeber das Kommando und verpassten am Ende einen noch höheren Sieg.

© SID

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