Fußball Nationalmannschaft
DFB-Frauen bescheren Rekordeinnahmen

Das Frauen-Länderspiel zwischen Deutschland und Brasilien am Mittwoch wird für den DFB zu einem lukrativen Geschäft. Laut Generalsekretär Niersbach sind Rekordeinnahmen garantiert.

Rekordkulisse, Rekordeinnahme: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stößt beim Länderspiel seiner Weltmeisterinnen am Mittwoch gegen Vize-Weltmeister Brasilien (18.15 Uhr/live im ZDF) in eine neue Dimension vor. "Wir werden die höchste Einnahme erzielen, die wir je bei einem Frauen-Länderspiel hatten. Wir erwarten eine Gesamteinnahme von 450 000 Euro", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach im Vorfeld der Partie in Frankfurt/Main, bei der ein Zuschauer-Europarekord aufgestellt wird.

"Es könnte besser nicht sein"

Bis Montagmittag hatte der DFB 40 445 Eintrittskarten für die Neuauflage des WM-Finals von 2007 und den ersten Testlauf für die WM 2011 in Deutschland verkauft. Die bisherige Bestmarke liegt bei 29 093 Besuchern. Die DFB-Verantwortlichen reiben sich bereits die Hände. "Es könnte besser nicht sein. Zu den Ticket-Erträgen kommen ein beachtliches Fernseh-Honorar und der Erlös aus der Bandenwerbung hinzu. Und auch der Hospitality-Bereich war mit dem Verkauf von fast 300 Paketen so lukrativ wie nie zuvor", erklärte Niersbach.

Laut Niersbach, dessen Verband am Mittwoch auch den WM-Slogan bekannt geben wird, sollen die Nationalspielerinnen an den Einnahmen beteiligt werden: "Es gibt die klare Ankündigung des DFB, dass wir die Mannschaft an den Marketing-Einnahmen beteiligen wollen. Das gilt ab sofort."

Der Generalsekretär sieht bereits den Beginn eines Booms im Hinblick auf die WM 2011. "Wir sind dabei, die Vorfreude auf 2011 zu wecken und zu schüren und haben jetzt den Beweis, dass so große Kulissen auch im Frauenfußball möglich sind", meinte Niersbach, "spätestens beim Eröffnungsspiel 2011 in Berlin wollen wir die Steigerung erleben und in einem ausverkauften Olympiastadion mit 74. 000 Zuschauern abermals für einen neuen europäischen Zuschauerrekord sorgen."

Schon zuvor könnte die Frauen-Nationalmannschaft eine neue Bestmarke aufstellen. Der DFB plant eine Partie gegen den Erzrivalen und Olympiasieger USA im Oktober in München. "Das ist aber noch nicht sicher", sagte Niersbach.

Prinz stellt WM-Teilnahme in Frage

Derweil hat Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz (188 Spiele) ihre WM-Teilnahme erneut in Frage gestellt. "Die WM 2011 ist ein Ziel für mich - aber nicht um jeden Preis. Es könnte ein perfekter Abschluss sein, aber ich muss mich fit dafür fühlen", sagte die 31-Jährige dem kicker.

Bei der Partie am Mittwoch, die auch als Test für die EM in Finnland (23. August bis 10. September) dient, muss Prinz ohne ihre Sturmpartnerin Inka Grings auskommen. Die 30-Jährige vom Uefa-Cup-Finalisten FCR Duisburg laboriert an den Nachwirkungen eines Muskelfaserrisses in der Wade.

Niersbach kündigte unterdessen an, dass das im Jahr 2010 nicht mehr im Berliner Olympiastadion stattfindende Frauen-Pokalfinale trotz der räumlichen Trennung am Tag des Männer-Endspiels stattfinden wird. "Wir erfüllen damit eine Bitte der Fernsehanstalten, die die beiden Pokalendspiele weiterhin in einem Block als attraktives Angebot in ihrem Programm anbieten wollen", sagte der 58-Jährige. In welcher Stadt das Frauen-Finale 2010 stattfinden wird, ist noch offen. Die Bewerbungsfrist endet am 4. Mai.

© SID

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