Fußball Nationalmannschaft
DFB-Frauen empfangen Asienmeister China

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft empfängt heute (18.00 Uhr) Asienmeister China zum Testspiel in Homburg. Im Hinblick auf die WM 2007 in China folgt im März als erster Härtetest der Algarve-Cup in Portugal.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat den Weltmeistertitel als großes Ziel vor Augen. Somit hat die Vorbereitung auf die WM 2007 für Deutschlands Europameisterinnen bereits begonnen. "Unser Fokus liegt bereits auf den Welttitelkämpfen im kommenden Jahr in China. Dort stehen wir in der Pflicht", betonte DFB-Trainerin Silvia Neid und sieht das heutige Länderspiel in Homburg/Saar ausgerechnet gegen Asienmeister China (18.00 Uhr/live in der ARD) als willkommenen Start auf dem langen Weg ins Reich der Mitte. Der erste wirkliche Härtetest des Jahres folgt bereits vom 9. bis 15. März beim Algarve-Cup in Portugal, wo traditionell die besten Nationalteams ihren "Mini-Weltmeister" ausspielen.

Die Erfolgsformel der deutschen Elf für die WM 2007 steht schon jetzt fest: Mit einer Mischung aus routinierten und jungen Spielerinnen die globale Ausnahmestellung erneut bestätigen. Schon in den drei souverän gewonnenen WM-Qualifikationsspielen 2005 hat Neid den "Generationswechsel light" eingeleitet, der im Test gegen China fortgesetzt werden soll.

"Junge Wilde" läuten Generationswechsel ein

In Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr) und Debütantin Babett Peter (Potsdam) stehen zwei 17-Jährige im Aufgebot. Auch Europameisterin Anja Mittag (Potsdam) oder Annike Krahn (beide 20 Jahre/Duisburg) dokumentieren den Verjüngungsprozess, an den Neid allerdings klare Bedingungen knüpft.

"Die Leistung muss auch bei den jungen Spielerinnen stimmen. Das ist das oberste Kriterium für die Nominierung, denn wir wollen auch in Zukunft attraktiven und erfolgreichen Fußball bieten", betonte Neid, die beim Experimentieren durchaus mit Rückschlägen rechnet: "Es ist für mich kein Problem, wenn wir deshalb mal ein Spiel verlieren."

Die jungen Wilden hinterließen bereits im Wintertrainingslager im Januar im spanischen Cadiz einen starken Eindruck. Besonders Abwehrhoffnung Peter sei "eine richtige Rakete", wie Neid schwärmt. Die arrivierten Kräfte wie Defensivass Steffi Jones (33) wollen das Feld auch mit Blick auf Olympia 2008 in Peking aber nicht kampflos räumen. "Es macht weiterhin viel Spaß, außerdem haben wir noch große Ziele", kündigte die Frankfurterin an. Wenngleich 2006 kein großes Turnier stattfindet, stehen ab Mai die restlichen fünf WM-Qualifikationsspiele auf dem Programm.

In Homburg muss Neid allerdings auf die verletzte Spielmacherin Renate Lingor (Innenbandblessur) vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt sowie die beruflich verhinderten Ariane Hingst und Petra Wimbersky (beide Potsdam) verzichten. Sowohl im Saarland als auch beim folgenden Algarve-Cup wird die EM-Torschützenkönigin Inka Grings (Duisburg) wegen einer Wadenverletzung fehlen.

Hohes Zuschauerinteresse

Vor den Chinesinnen, Vize-Weltmeister 1999, hat Neid großen Respekt und fordert von ihrem Team höchste Disziplin. "Die Abwehr der Asiatinnen ist schwer auszuspielen, da müssen wir mit schnellen Kombinationen agieren", sagt die 111-malige Nationalspielerin. Das gesteigerte Interesse an der Nationalmannschaft, die zu den letzten live im TV übertragenen WM-Qualifikationsspielen im Schnitt knapp 13 000 Fans ins Stadion lockte, wird auch in Homburg deutlich. Nicht nur, dass 17 000 Karten im Vorfeld verkauft wurden - die Stadtoberen verschoben wegen des Länderspiels im Waldstadion das traditionelle Heringsessen am Aschermittwoch um eine Woche.

© SID

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