Fußball Nationalmannschaft
DFB-Frauen kämpfen um Rang drei und Olympia-Ticket

Für die DFB-Frauen um Spielführerin Birgit Prinz geht es heute gegen Norwegen nicht nur um Platz drei beim Algarve-Cup, sondern auch um eine Nominierung für den Olympia-Kader.

Obwohl die deutschen Fußball-Frauen noch das kleine Finale beim Algarve-Cup absolvieren müssen, hat Bundestrainerin Silvia Neid schon die Olympischen Spiele im Kopf. "Es wird eine sehr schwere Aufgabe, die 18 Spielerinnen für die Olympischen Spiele im August in Peking rauszupicken", erklärte die Trainerin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem heutigen Spiel um den dritten Platz der Weltmeisterinnen in Santo Antonio gegen Norwegen (11 Uhr).

Doch bevor für Neid die Qual der Wahl ansteht, will die 43-Jährige gegen Norwegen noch einmal Eindrücke sammeln. "Für uns ist sehr gut, dass wir erneut gegen einen Gegner aus der absoluten Weltspitze antreten können. Dabei bekommen wir sicher noch einmal unsere Schwächen aufgezeigt, an denen wir arbeiten müssen", sagte Neid vor dem Ende des Turniers, bei dem sich ihr Team - das vor dem Algarve Cup in 15 Partien in Folge keine Niederlage kassiert hatte - nach dem missglückten Start gegen Dänemark (0:1) steigern konnte und Siege gegen Finnland (3:0) sowie Schweden (2:0) feierte.

"Ich habe eine klare Steigerung während des Turniers gesehen. Wir müssen zwar noch an der Spritzigkeit arbeiten, aber alle machen einen guten Job und sind sehr engagiert bei der Sache", betonte Neid, die aus 37 im Blickfeld stehenden Spielerinnen einen 18-köpfigen Olympia-Kader basteln muss und für diese Aufgabe noch zwei Spiele sowie vier Lehrgänge im Vorfeld der Olympische Spielen zur Verfügung stehen hat.

Sandra Smisek und Birgit Prinz sind gesetzt

Ihre Plätze in der Olympia-Mannschaft des zweimaligen Welt- und sechsmaligen Europameisters, der noch nie die Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, haben Sandra Smisek sowie Spielführerin Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt bereits sicher. Dennoch wollen sich die Torschützinnen aus dem Schweden-Spiel nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. "Es ist sicher ein Vorteil, dass wir uns lange kennen. Aber es wollen über 30 Leute bei Olympia dabei sein. Da kann ich nicht damit kommen, dass ich mit will, nur weil ich Birgit so gut kenne", meinte Smisek.

Genauso hart wie das Gerangel der Feldspielerinnen ist der von Neid als völlig offen bezeichnete Kampf um den Stammplatz im Tor. Dabei wollen weder Nadine Angerer (Djurgardens IF) noch Silke Rottenberg (1. FFC Frankfurt) zurückstecken. Das wurde auch im Spiel gegen Schweden deutlich, als Rottenberg trotz auftretender Sehschwächen nach einem Zusammenprall mit einer Skandinavierin zunächst noch eine Viertelstunde im Tor blieb, bevor sie den Platz zwischen den Pfosten für Angerer räumte. Schon kurz nach dem Schlusspfiff ging es Rottenberg aber bereits wieder besser.

Gegen Norwegen wird gemäß des von Neid festgelegten Wechselspiels wieder Angerer in der Startformation stehen. Neid, deren Team für den enttäuschenden achten Platz beim Algarve Cup 2007 herbe Kritik einstecken musste, aber bereits ein halbes Jahr später für die erfolgreiche WM-Titelverteidigung gefeiert wurde, sieht die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2007 (3:0 für die Deutschen) noch einmal als große Herausforderung: "Die Norwegerinnen haben eine sehr gute Spielauffassung. Sie können lange sowie kurze Pässe spielen und sind deshalb schwer auszurechnen."

© SID

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