Fußball Nationalmannschaft
DFB-Team im letzten WM-Test 2:2 gegen Norwegen

Birgit Prinz hat dem deutschen Frauen-Nationalteam im letzten WM-Test in Mainz ein 2:2 (1:2)-Remis gegen Norwegen gerettet. Die deutsche Rekordnationalspielerin und -torschützin traf in der 75. Minute zum Ausgleich.

Elf Tage vor dem Start der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in China ist Titelverteidiger Deutschland noch nicht in WM-Form. Das Team von DFB-Trainerin Silvia Neid musste sich im abschließenden Test gegen Vize-Europameister Norwegen in Mainz mit einem 2:2 (1:2) zufrieden geben und offenbarte vier Tage vor dem Abflug nach Schanghai noch etliche Schwächen.

Vor 9 715 Zuschauern im Mainzer Bruchwegstadion glichen Melanie Behringer (22.) und Birgit Prinz (75.) die zweimalige Führung der Norwegerinnen durch Leni Larsen Kaurin (1.) und Ragnhild Gulbrandsen (28.) jeweils aus. Damit blieb auch die Revanche für die im März beim Algarve-Cup erlittene Niederlage (1:2) gegen die robusten Skandinavierinnen aus.

"Wir können mit dem Ergebnis leben, aber wir müssen das Spiel genau analysieren. Da waren viele Sachen, die mir nicht gefallen haben. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir große Probleme ins Spiel zu finden. Da haben wir den Norwegerinnen zuviele Räume gelassen und waren nicht zweikampfstark genug", sagte Neid und Prinz ergänzte: "Wir konnten unser Leistungsvermögen nicht abrufen und haben zu ängstlich gespielt."

Blitzstart der Norwegerinnen

In der Neuauflage des EM-Finals von 2005 verzichtete Neid vorsichtshalber auf die angeschlagenen Simone Laudehr (Oberschenkelzerrung/Duisburg) und Linda Bresonik (Adduktorenprobleme/Essen). Spielmacherin Renate Lingor vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt stand indes trotz einer leichten Bänderdehnung im Knie in der Anfangsformation. Doch die Gastgeberinnen wurden gleich kalt erwischt, als Norwegen mit dem ersten Angriff in Führung ging. Nach nur 38 Sekunden überwand Kaurin die überraschte Torhüterin Nadine Angerer (Potsdam) mit einer Bogenlampen aus 20 Metern.

Geschockt vom frühen Rückstand fand der Weltmeister von 2003 nur langsam ins Spiel und zeigte vor allen Dingen in der Deckung ungewohnte Schwächen gegen die drei norwegischen Sturmspitzen. Erst Spielführerin Prinz (Frankfurt), die vor dem Anpfiff zum insgesamt siebten Mal in Folge zur Fußballerin des Jahres gekürt wurde, löste mit einem ersten gefährlichen Schuss (15.) die Verkrampfung.

Reguläres Tor aberkannt

Allerdings hatte das Neid-Team Glück, dass Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) einen regulären Treffer von Gulbrandsen (18.) wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannte. Zwar gelang Behringer nach Vorlage von Anja Mittag (Potsdam) mit einem 13-m-Schuss aus spitzem Winkel der vorübergehende Ausgleich, die Aktionen des Weltranglisten-Vierten aus Norwegen blieben aber insgesamt zwingender und flüssiger.

Folgerichtig gingen die Gäste unter den Augen von DFB-Präsident Theo Zwanziger dann erneut in Führung, als Stürmerin Gulbrandsen nach zuvor glänzender Abwehr von Keeperin Angerer gegen Lindy Melissa Wiik erfolgreich abstaubte. Auch nach dem Wechsel tat sich der Europameister gegen die kompakt stehende und weiter klug kombinierende "Norge"-Elf schwer. Einzig Prinz und Behringer mit ihren Weitschüssen blieben einigermaßen gefährlich. So war es auch Prinz vorbehalten, mit ihrem 110. Treffer im 165. Länderspiel den Ausgleich zu erzielen.

© SID

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