Fußball Nationalmannschaft
Frings entschuldigt sich bei Löw

Torsten Frings und Bundestrainer Joachim Löw haben sich ausgesprochen. Bei einem Treffen in Berlin entschuldigte sich der Bremer Nationalspieler bei Löw für seine öffentliche Kritik.

Nach dem erfolgreichen Friedensgipfel mit Michael Ballack hat Bundestrainer Joachim Löw auch den Konflikt mit Torsten Frings beigelegt. In einem Vier-Augen-Gespräch in Berlin am Dienstag teilte Löw dem Bremer Mittelfeldspieler unmissverständlich mit, dass er das zuletzt von Frings gezeigte Verhalten nicht duldet. Frings entschuldigte sich für seine öffentliche Kritik an Löws Personalpolitik.

Frings hatte nach den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland (2:1) und Wales (1:0) seinen Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass er beide Male nicht in der Anfangsformation stand.

"Frings muss sich dem Konkurrenzkampf stellen"

"Wie schon im Oktober in Düsseldorf vor den Spielen gegen Russland und Wales habe ich Torsten in einem offenen und fairen Gespräch deutlich gemacht, dass er für die Nationalmannschaft ein wichtiger Mann sein kann, sich aber dem Konkurrenzkampf im Mittelfeld stellen muss", sagte Löw. "Er hat dies akzeptiert und sich bei mir entschuldigt."

Frings zeigte sich einsichtig. "Es ist für mich ganz klar, dass ich keine Sonderrechte aufgrund der Erfolge und Leistungen in der Vergangenheit beanspruche. Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass ich nach den beiden letzten Spielen sehr enttäuscht war, weil ich nur einmal kurz zum Einsatz gekommen bin. Das war für mich eine neue, schwer zu verarbeitende Situation und in der ersten Reaktion habe ich deshalb das eine oder andere Wort benutzt, dass ich heute bedaure", sagte der 31-Jährige.

Er werde sich dem Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft stellen, erwarte keine Garantien und wolle mit Leistung überzeugen. "Für mein Land zu spielen, ist für mich weiterhin etwas Außergewöhnliches. Ich werde meine Chance suchen und alles dafür geben, dass wir uns für die WM 2010 in Südafrika qualifizieren und dort ein gutes Turnier spielen."

© SID

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