Fußball Nationalmannschaft
„Ich kann im Mittelfeld jede Position ausfüllen“

Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack spricht Im Interview über den perfekten Saisonstart in der englischen Premier League mit seinem Klub FC Chelsea. Zudem äußert er sich zur Lage der DFB-Auswahl nach dem zuletzt mäßigen Auftritt gegen Aserbaidschan und zum Leistungsprinzip in der Nationalmannschaft sowie seinen Chancen, 2010 erstmals Weltmeister zu werden.

Frage: Mit dem FC Chelsea haben Sie trotz Ihres Zehenbruchs in der Vorbereitung einen glänzenden Saisonstart hingelegt. Zwei Tore nach vier Spieltagen sind eine sehr ordentliche Bilanz. Der neue Trainer Carlo Ancelotti scheint viel von Ihnen zu halten. Wie bewerten Sie den Saisonbeginn in der Premier League?

Michael Ballack: Wir sind mit zwölf Punkten nach vier Spieltagen natürlich optimal in die Saison gestartet. Überrascht hat uns, dass die Konkurrenten schon zu Saisonbeginn gepatzt haben. Dass Liverpool zweimal verliert, war nicht abzusehen. Das hat uns zusätzlich motiviert. Zudem hat die Mannschaft die taktischen Überlegungen unseres neuen Trainers schnell umgesetzt.

Sie spielen im System unter Ancelotti wie unter Ex-Coach Jose Mourinho in der Raute im Mittelfeld eine zentrale Rolle. Der FC Chelsea hat dem System mit drei Mittelfeldspielern und zwei Außenstürmern wohl den Rücken gekehrt. Kommt Ihnen das System zugute?

Das Mittelfeld wird damit gestärkt, es wird mehr Wert auf das Spiel im Zentrum gelegt. Und ich bin auch ein Spieler, der dieses System sehr gut kennt. Grundsätzlich kann ich im Mittelfeld jede Position ausfüllen.

In der Premier League sind die Blues fraglos einer der großen Titelfavoriten. Planen Sie mit Ancelotti auch den Gewinn der Champions League?

Planbar ist gar nichts. Aber natürlich ist das eines unserer Ziele. Man merkt jetzt schon, dass Ancelotti viel rotieren lässt, damit wir in allen Wettbewerben angreifen können und die Kräfte bis zu den großen Finals am Saisonende reichen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im nationalen und internationalen Fußball eine gute Rolle spielen werden.

Die Auslosung der Champions-League-Gruppenphase hat Chelsea interessante, aber lösbare Aufgaben beschert. Wie bewerten Sie die Gegner?

Atletico Madrid und der type= organisation value= PTFCP0AM0008 >FC Porto haben ihre Klasse in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt. Deswegen gehen wir mit dem gebotenen Respekt in die Gruppenphase, gleichwohl sind wir sehr zuversichtlich, dass wir das Achtelfinale erreichen werden.

In Deutschland waren die Kritiken dagegen zuletzt nicht so berauschend. Auch Ihnen wurde nach dem 2:0-Sieg in Aserbaidschan von einem Wochenmagazin mangelnde Führungsqualität vorgeworfen. Wie finden Sie das?

Lächerlich.

Nichtsdestotrotz haben die Leistungen der DFB-Elf nach dem Erfolg gegen Russland vor knapp einem Jahr doch arg zu wünschen übrig gelassen ...

Das stimmt teilweise. Aber man kann doch nach so einem Spiel wie gegen Aserbaidschan keine grundlegenden Schlüsse ziehen. Allein vom Fitnesszustand her waren einige Spieler noch längst nicht da, wo sie bei den kommende Aufgaben sein werden. Mit Blick auf das Spiel in Russland müssen wir aber unser Niveau aus dem Hinspiel wieder erreichen. Davon sind wir im Moment noch weit entfernt. Wir müssen mit zwei guten Spielen gegen Südafrika und Aserbaidschan zeigen, dass wir in der Gruppe zu Recht vor Russland an erster Stelle stehen. Wir wissen um die Qualität der Russen, aber wir haben auch gezeigt, dass wir sie schlagen können.

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