Fußball Nationalmannschaft
Kahn traut Löw und DFB-Auswahl EM-Titel-Gewinn zu

Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn von Bayern München traut der deutschen Nationalmannschaft unter der Regie von Joachim Löw den Titelgewinn bei der EM 2008 zu. Löw sei mit dieser Truppe auf einem "sehr, sehr guten Weg".

In den Augen von Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat Bundestrainer Joachim Löw gute Arbeit mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geleistet. Arbeit, die sich laut Kahn bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz mit einem Titelgewinn ausbezahlt machen könnte.

"Ich glaube, dass Löw mit dieser Truppe auf einem sehr, sehr guten Weg ist. Die Mannschaft überzeugt", sagte der 37-Jährige in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung und fügte hinzu: "Die Mannschaft ist Dritter bei der WM geworden, also zählt sie bei einer EM zum Favoritenkreis. Und vielleicht kann sie sogar mal wieder einen Titel holen."

Positiv sei zudem, dass etwa Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski "trotz ihres Alters ja fast schon erfahrene Spieler sind. Auch das, was hinten nachkommt, lässt auf einiges hoffen." Der dreimalige Welttorhüter sagte weiter, er habe das Thema Nationalelf mit dem Abschied nach seinem letzten Einsatz im Spiel um Platz drei bei der WM gegen Portugal für sich "positiv beendet".

Kahn: Es wäre schön mit einem Titel vom Vereinsfußball abzutreten

Den "richtigen Moment" zu erwischen, wünsche er sich auch für sein Karriereende. "Wenn ich den Moment im Vereinsfußball spüre, dann entscheide ich mich wahrscheinlich auch sehr spontan. Es wäre schön, mit einem Titel abzutreten", erklärte Kahn. Sollte er beispielsweise in dieser Saison nach dem Champions-League-Finale "plötzlich den Pokal in der Hand halten, dann kommen wohl schnell Gedanken auf wie: Also besser kann es wohl nicht werden."

Einen Seitenhieb Richtung Jürgen Klinsmann, der ihn vor der WM zur Nummer zwei im Nationalteam hinter Jens Lehmann degradiert hatte, konnte sich Kahn indes nicht verkneifen. "Bei einer WM im eigenen Land ist es nicht besonders schwierig, eine Mannschaft zu motivieren", sagte Kahn und ergänzte im Hinblick auf die teils rustikalen Ansprachen des ehemaligen Bundestrainers: "Das kann funktionieren, für den begrenzten Zeitraum einer WM." Ansonsten aber müsse ein Trainer "eher durch eine klare Linie, ein klares System, klare Analysen, gute Menschenführung und durch Fußballsachverstand auffallen".

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%