Fußball Nationalmannschaft
Kandidaten für Asien-Reise mit gemischen Gefühlen

Während die Dortmunder Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller von einer möglichen Nominierung für die Asien-Reise noch nichts wissen wollen, hofft Christian Schulz auf ein Comeback.

Freude bei Christian Schulz von Hannover 96, Zurückhaltung bei den Dortmunder Profis Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller: Mit gemischten Gefühlen haben die Kandidaten für die Asien-Reise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vom 26. Mai bis 3. Juni auf eine mögliche Nominierung durch Bundestrainer Joachim Löw reagiert.

Dortmunder Profis skeptisch

"Die Nationalmannschaft ist im Moment kein Thema. Ich habe keinerlei Kontakt zu Jogi Löw", sagte der 29-jährige Kehl, der bei den Spielen des Vize-Europameisters gegen China in Shanghai (29. Mai) und in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (2. Juni) offenbar nicht als "Versuchskaninchen" herhalten will, dem kicker: "Testen muss er mich nach 31 Länderspielen sicher nicht mehr. Sollte der Bundestrainer ernsthaft mit mir planen, würde mich das sehr freuen."

Auch für Kehls Dortmunder Teamkollegen Roman Weidenfeller, der nach den Ausfällen von Tim Wiese (Werder Bremen), Rene Adler (Bayer Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke 04) immer wieder als eine der Alternativen für das deutsche Tor beim Trip nach Fernost genannt wird, ist die Nationalmannschaft derzeit noch ein Tabu-Thema.

"Dazu möchte ich nichts sagen, das müssen andere entscheiden", sagte der 28-Jährige. Kein Thema ist für Löw die Rückkehr des vor der EM 2008 ausgebooteten Timo Hildebrand von Aufsteiger 1 899 Hoffenheim.

Christian Schulz hofft auf Comeback

Sehr wohl ein Thema ist das Comeback von Außenverteidiger Christian Schulz. Der 26-Jährige ist ausgewiesener "Asien-Experte". Denn seine ersten Sporen in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durfte sich der frühere Bremer bei der Asien-Reise 2004 unter Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Japan, Südkorea und Thailand verdienen. Beim 3:0 in Japan im Dezember 2004 debütierte Schulz, nach dem 2:2 gegen Argentinien im Februar 2005 und insgesamt drei Länderspielen war die Karriere des Defensivspielers in der DFB-Elf aber erst einmal beendet.

"Gute Vorlage, gute Partie. Christian war ja schon dabei und stand seither immer im Blickfeld", sagte Bundestrainer Löw nach der starken Leistung von Schulz am Samstag beim 2:1-Erfolg mit Hannover gegen den 1. FC Köln. Schulz brennt nach mehr als vier Jahren ohne Länderspiel ohnehin auf seine Rückkehr in die Nationalelf: "Schön, in den Kreis wieder etwas reinspekuliert zu werden."

Löw will mit Hrubesch sprechen

Nach der Flut von Absagen sucht Bundestrainer Joachim Löw das Gespräch mit U21-Coach Horst Hrubesch. "Wir werden uns am Donnerstag zusammensetzen. Dann werden wir erläutern, welche Spieler Horst Hrubesch für die U21-EM benötigt, und auf wen er vielleicht verzichten kann. Das wollen wir dann in aller Ruhe konkretisieren. Grundsätzlich kommen für die Asien-Reise aber nur Spieler in Frage, die auch eine Perspektive in der Nationalmannschaft haben", sagte Löw dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Löw unterstrich aber noch einmal, dass die U21-EM in Schweden (15. bis 29. Juni) gegenüber der Asien-Tour der Nationalelf vom 26. Mai bis 3. Juni "absolute Priorität" habe. "Die Leistungsträger, die bei der U21 zuletzt immer dabei waren, kommen für die Asien-Reise natürlich nicht in Frage. Aber vielleicht gibt es ja Positionen, die zwei- oder dreifach besetzt sind. Darüber werden wir uns dann unterhalten", sagte Löw.

© SID

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