Fußball Nationalmannschaft
Keine vorzeitige Vertragsverlängerung für Löw

Ob Joachim Löw auch nach der EM 2008 Fußball-Bundestrainer sein wird, muss die Zukunft zeigen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verlängert den Vertrag mit Löw jedenfalls nicht vorzeitig.

Der Vertrag mit Bundestrainer Joachim Löw wird seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht vorzeitig verlängert. Löw hatte beim DFB als Nachfolger von Jürgen Klinsmann im Anschluss an die WM einen Kontrakt bis zum Ende der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich unterzeichnet.

"Es ist auch für uns richtig, von Turnier zu Turnier zu planen. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass es keinen Sinn macht, langfristige Verträge zu machen. Wir waren mit Joachim Löw über die Frage, wie lange der Vertrag gehen soll, innerhalb von wenigen Sekunden einig. Zwei Jahre sind der richtige Weg", erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger im DSF-Doppelpass.

Für den Fall einer erfolgreichen EM kündigte Zwanziger an, dass man "mit dem Bundestrainer als erstes spricht und dann daran denkt, bis 2010 zu verlängern." Allerdings wird die EM-Qualifikation laut Zwanziger nach dem ernüchternden 1:1 auf Zypern zum Abschluss des WM-Jahres 2006 noch ein hartes Stück Arbeit. "Wir dürfen in keiner Weise nachlassen, denn die Leute in Deutschland erwarten eine starke Nationalmannschaft. Das 1:1 in Zypern war ein Signal zur rechten Zeit und ein Signal, dass wir die EM-Qualifikation noch nicht in der Tasche haben", sagte Zwanziger.

Gewalt bereitet Zwanziger Kopfschmerzen

Bauchschmerzen bereiten dem DFB-Boss weiter die anhaltenden Ausschreitungen in den deutschen Amateurstadien. Vor allem das Miteinander zwischen Deutschen und Ausländern ist laut Zwanziger verbesserungswürdig. "Wir haben es noch nicht gelernt, mit unseren ausländischen Mitbürgern so klarzukommen, wie es eine humane Gesellschaft verdient. Daran müssen wir arbeiten. Die Gewalt in den Stadien ist kein Problem des Fußballs allein. Wir brauchen eine Allianz der Menschen, die guten Willens sind. Nur dann haben wir eine Chance, unseren Beitrag zu leisten", sagte Zwanziger.

© SID

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