Fußball Nationalmannschaft
Klinsmann legt WM-Teilnehmer schon am Sonntag fest

Schon am Sonntag will Jürgen Klinsmann mit seinen engsten Vertrauten festlegen, welche 23 Spieler bei der WM dabei sein werden. "Wir werden alles besprechen und dann unsere Entscheidung treffen", sagte der Bundestrainer.

Die Entscheidung steht unmittelbar bevor: Bundestrainer Jürgen Klinsmann will bereits am Sonntag gemeinsam mit seinen engsten Vertrauten bestimmen, welche 23 Spieler für die deutsche Nationalmannschaft in das Abenteuer WM starten. "Wir werden uns am Sonntag in Ruhe zusammensetzen, alles genau besprechen und dann unsere Entscheidung treffen. Wo das sein wird, steht im Moment noch nicht fest", erklärte Klinsmann-Assistent Joachim Löw am Mittwoch auf sid-Anfrage. Am Montag gibt Klinsmann dann um 13.00 Uhr in Berlin offiziell sein WM-Aufgebot bekannt.

Letzte Inspektionstour am Wochenende

Am Wochenende werden der Bundestrainer, Löw und auch Torwarttrainer Andreas Köpke noch einmal auf Inspektionstour gehen, um letzte Erkenntnisse zu sammeln. Klinsmann sitzt bei der Partie des deutschen Meisters Bayern München gegen Borussia Dortmund auf der Tribüne. Löw schwankt noch, ob er sich das Top-Duell Hamburger SV gegen Werder Bremen oder das "Abstiegsfinale" zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Kaiserslautern anschaut. Wohin Köpke geht, sollte spätestens am Donnerstag mit Klinsmann besprochen werden.

Nach den Spielen des letzten Saison-Spieltages in der Bundesliga wird dieses Trio mit den rund 28 WM-Kandidaten Kontakt aufnehmen. "Wir werden uns schlau machen, in welcher Verfassung die Spieler sind. Vor allem müssen wir sehen, ob es Spieler gibt, die verletzt oder angeschlagen sind", berichtete Löw.

Treffen an einem geheimen Ort

Am Sonntag werden sich dann Klinsmann, Löw und Köpke an einem geheimen Ort treffen, um ihre Entscheidung zu treffen. Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff wird zwar auf dem Laufenden gehalten, "die Entscheidung trifft aber alleine die sportliche Leitung, und das letzte Wort hat Jürgen", äußerte Löw.

Bereits am Sonntagabend sollen dann alle Akteure persönlich informiert werden, ob sie bei der WM dabei sind oder auch nicht. "Das wird natürlich eine meiner schwersten Aufgaben, die Spieler zu informieren, die nicht mit dabei sind. Aber das gehört auch zu meinen Aufgaben", sagte Klinsmann, der zurzeit noch in Kalifornien weilt.

Wohl keine Überraschungen

Überraschungen im WM-Aufgebot scheinen aber ausgeschlossen, sofern sich am Wochenende kein Kandidat mehr ernsthaft verletzt. Routinier Jens Nowotny dürfte dabei das Rennen um den letzten freien Platz in der Abwehr machen, Lukas Sinkiewicz und Manuel Friedrich müssen sich auf eine Absage gefasst machen. Dasselbe gilt für die beiden Stürmer Mike Hanke, der ohnehin für die ersten beiden Gruppenspiele gesperrt wäre, und Thomas Brdaric. Die besten Karten auf die vierte Planstelle im Angriff hat der Gladbacher Oliver Neuville.

Einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe trifft sich die deutsche Mannschaft in Mannheim, wo noch ein Testspiel gegen den Verbandsligisten FSV Luckenwalde auf dem Programm steht. Am Abend fliegt der Tross des WM-Gastgebers dann nach Sardinien, wo zunächst ein fünftägiges Regenerations-Trainingslager angesetzt ist.

Am 27. Mai 2006 steht in Freiburg ein Länderspiel gegen Luxemburg auf dem Programm. Die Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird vom Trainingslager am Genfer See anreisen und dieses Testspiel im Breisgau bestreiten, dem drei Tage später das Benefizspiel der DFB-Stiftung Egidius Braun gegen Japan in Leverkusen und am 2. Juni 2006 die WM-Generalprobe gegen Kolumbien in Mönchengladbach folgen.

© SID

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