Fußball Nationalmannschaft: Klinsmann verzichtet in Italien auf Kuranyi

Fußball Nationalmannschaft
Klinsmann verzichtet in Italien auf Kuranyi

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat am Donnerstag sein Aufgebot für das Länderspiel gegen Italien (1. März) bekanntgegeben. Nicht dabei ist Angreifer Kevin Kuranyi (FC Schalke 04), dafür rückt Wolfsburgs Mike Hanke nach.

Einige Überraschungen hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann bei der Bekanntgabe seines 20-köpfigen Aufgebots für das Länderspiel gegen Italien (1.März, 21 Uhr/live in der ARD) parat. So verzichtet Klinsmann weiterhin auf die beiden Dortmunder Sebastian Kehl und Christian Wörns. Dafür berief der Bundestrainer erstmals wieder seit Sommer vergangenen Jahres die beiden Torhüter Oliver Kahn und Jens Lehmann gemeinsam in den Kader, wobei allerdings Kahn gegen die Italiener spielen soll, sofern er beschwerdefrei ist. Lehmann soll dann am 22. März gegen die USA in Dortmund zum Einsatz kommen. Überraschend fehlt im Aufgebot der Schalker Stürmer Kevin Kuranyi, dafür ist Mike Hanke vom VfL Wolfsburg wieder dabei.

"Christian gehört zum engeren Kreis von sechs Innenverteidigern, die um vier WM-Plätze für kämpfen. Wir haben uns aber zunächst mal für Christoph Metzelder entschieden, der als Spielerpersönlichkeit eine Abwehr führen kann. Wir wollten nicht mit fünf Innenverteidigern zu einem Länderspiel fahren", begründete Klinsmann bei der Bekanntgabe des Aufgebotes in Frankfurt/Main den Verzicht auf den Routinier.

Wörns und Kehl enttäuscht

Der 33-jährige Wörns, seit Monaten in überragender Form, reagierte stinksauer auf seine erneute Nichtberücksichtigung: "Ich bin maßlos enttäuscht. Vor allem über die Art und Weise. Ich bin von einem Journalisten über die Entscheidung informiert worden. Am Mittwochnachmittag hat mir Klinsmann dann auf die Mailbox gesprochen. Das ist nicht die feine englische Art", erklärte der 66-malige Nationalspieler im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Auch Kehl, dem Klinsmann noch im Januar beim Lehrgang in Düsseldorf Hoffnung gemacht hatte, war am Donnerstagmittag reichlich angefressen: "Bei der Nationalmannschaft wird immer von Kommunikation gesprochen und dann erfahre ich von einem Journalisten, dass ich nicht nominiert bin. Vom DFB habe ich bis jetzt nichts gehört." Das BVB-Duo Wörns/Kehl war auch für das letzte Länderspiel des vergangenen Jahres am 12. November in Paris gegen Frankreich nicht eingeladen worden.

Kuranyi ein Zeichen geben

Zudem ist der Münchner Philipp Lahm erstmals seit seiner schweren Verletzung im vergangenen Mai wieder dabei. Auch der Wolfsburger Mike Hanke erhält eine neue Chance, dafür fehlt Kevin Kuranyi, der einen Warnschuss erhielt: "Wir haben ihn genau beobachtet, Wir wollen ihm ein Zeichen geben, dass wir mehr von ihm erwarten. In den letzten Monaten hat er sein Potenzial nicht abgerufen."

Per Mertesacker, der zuletzt verletzungsbedingt bei Hannover 96 nicht zum Einsatz gekommen ist, die beiden Münchner Edelreservisten Bastian Schweinsteiger und Sebastian Deisler als auch Robert Huth, der bei Englands Tabellenführer FC Chelsea London ein Reservistendasein fristet, zählen dagegen zum Aufgebot für das Match gegen die "Azzurri".

"Wir haben mal gesagt, ein Nationalspieler muss Stammspieler bei einem Verein sein. Diese Voraussetzung hat sich geändert, dafür ist der FC Bayern ein Paradebeispiel. Topklubs haben 22 gute Spieler, da bleibt es nicht aus, dass der ein oder andere mal auf der Bank sitzt. Wir stehen aber zu unseren jungen Spielern und gehen unseren Weg konsequent weiter", erklärte der Bundestrainer, warum er auch "Reservisten" eingeladen hat. Die Mannschaft trifft sich am Sonntagnachmittag in Frankfurt/Main und fliegt am Dienstagmorgen nach Italien.

© SID

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