Fußball Nationalmannschaft
Lehmann tritt Dienst beim VfB an

Für Jens Lehmann hat am Donnerstag mit dem ersten Training beim VfB Stuttgart ein neues Kapitel begonnen. Wie es in der Nationalelf weitergeht, ließ der Schlussmann dagegen offen.

Jens Lehmann hat seine Zukunft als Torhüter der deutschen Nationalmannschaft weiter offengelassen. "Ich habe mir im Urlaub überhaupt keine Gedanken darüber gemacht", versicherte der 38 Jahre alte Schlussmann am Donnerstag, seinem ersten Arbeitsstag für Bundesligist VfB Stuttgart. Er wolle erst noch ein Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw führen, ehe er zu einer Entscheidung komme, kündigte er an.

Kommt der angekündigte Generationswechsel?

Löw hatte in seiner Bilanz nach der Euro 2008, bei der die DFB-Auswahl das Endspiel gegen Spanien verlor (0:1), angekündigt, dass es "sicherlich bald" einen Generationswechsel im Tor der Nationalmannschaft geben werde. "Jens ist schließlich 38 Jahre alt, und wir haben junge Torhüter wie Rene Adler und Manuel Neuer, die ihre Qualität unter Beweis gestellt haben", hatte der Bundestrainer erklärt.

Er habe die Aussagen von Löw gelesen, sagte Lehmann am Tag nach seiner Ankunft im Trainingslager des VfB im österreichischen Going, im Urlaub dann aber "abgeschaltet". Eine Entscheidung würde voraussichtlich in den kommenden Wochen getroffen werden müssen: Am 20. August bestreitet die DFB-Auswahl in Nürnberg gegen Belgien das erste Länderspiel nach der EM, rund zwei Wochen später beginnt die Qualifikation für die WM 2010.

"Ich freue mich, jetzt hier zu spielen"

Nach zwei zusätzlichen Tagen Sonderurlaub will sich Lehmann zunächst allerdings voll auf den VfB konzentrieren, bei dem er im Verlauf der Euro einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte. "Ich freue mich darauf, ich freue mich, jetzt hier zu spielen", sagte er beim Dienstantritt an seiner dritten Station in der Bundesliga. Für Schalke 04 (1991-1 998) und Borussia Dortmund (1999-2003) hat der 51-malige Nationalspieler 329 Bundesliga-Spiele absolviert.

Lehmann soll nach seinem fünfjährigen Aufenthalt beim FC Arsenal bei den Schwaben eine Führungsrolle übernehmen - und ist dazu auch deutlich vernehmbar bereit: "Aufgrund meiner Erfahrung bin ich einer, dem man zuhören sollte." Erstmals Anweisungen in einem Spiel wird er wohl am kommenden Mittwoch im Test gegen seinen bisherigen Klub FC Arsenal geben. Im UI-Cup-Rückspiel gegen Saturn Ramenskoje (Hinspiel 0:1) am Sonntag wird er wohl geschont.

© SID

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