Fußball Nationalmannschaft
Lehmann will bei der WM mit der "1" auflaufen

Jens Lehmann möchte sich bei der WM auch optisch als die wahre Nummer eins im deutschen Tor fühlen. Nun hat der Nationalkeeper seinen Wunsch geäußert, das Trikot mit der "1" von Oliver Kahn zu übernehmen.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sich bei der WM im eigenen Land für Jens Lehmann als Nummer eins im deutschen Tor entschieden. Jetzt will der Torwart von Arsenal London bei dem Großereignis auch das entsprechende Trikot mit der "1" von seinem Rivalen Oliver Kahn. "Ich möchte noch mal mit Jürgen Klinsmann sprechen. Aber ich spiele lieber mit der Nummer 1 als mit der 9. Diese Nummer habe ich ja nur ausgewählt, weil die andere besetzt war", sagte Lehmann.

Seit 1998 hatte Bayern-Keeper Kahn die Nummer "1" abonniert. Selbst nach der Amtsübernahme von Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte sich trotz der eingeführten Rotation daran nichts geändert. Lehmann trug bei seinen Einsätzen immer das Torwart-Dress mit der "9".

Kahn müsste mit der "12" Vorlieb nehmen

Bei der Weltmeisterschaft verlangt der Weltverband Fifa von allen 32 Teilnehmern, dass sie ihre 23-köpfigen Kader von "1" bis "23" durchnummerieren. Wenn Lehmann die Nummer "1" bekommen würde, müsste Kahn sich mit der "12" zufrieden geben, die bei großen Turnieren bisher immer für den Ersatztorwart reserviert war. Einige Rückennummern in der deutschen Mannschaft sind schon jetzt fest vergeben: Etwa die "13" für Kapitän Michael Ballack, die "11" für Miroslav Klose oder die "20" für Lukas Podolski.

Derweil hat Lehmann Einigkeit mit Arsenal über einen neuen Ein-Jahres-Vertrag erzielt, es fehlt nur noch die Unterschrift. "Das ist nur eine Formalie. Wir hatten zuletzt kaum Zeit für die Unterschrift. Ich konzentriere mich erst einmal auf die Liga und die Champions League", sagte der frühere Bundesligakeeper von Schalke 04 und Borussia Dortmund.

Lehmann hatte am Dienstag entscheidenden Anteil, dass der FC Arsenal erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Finale der Königsklasse erreichte. Beim 0:0 in Villarreal hielt der 36-Jährige in der Schlussminute einen Strafstoß des Argentiniers Juan Riquelme und war anschließend der gefeierte Held in England.

Auf die Frage, ob er durch seine Leistung in der Champions League auch die Entscheidung von Klinsmann gerechtfertigt habe, antwortete Lehmann jedoch: "Nein, das muss ich bei der WM beweisen." Im Moment laufe zwar alles sehr glücklich für ihn, "doch ich werde nicht verrückt spielen".

Lehmann trifft auf "Wunschgegner"

Im Champions-League-Finale am 17. Mai in Paris trifft Arsenal auf den FC Barcelona. "Dieses Finale habe ich mir gewünscht. Trotz Ronaldinho sehe ich Barcelona für uns als besseren Gegner an. Milan mit seiner abgezockteren Spielweise wäre für uns gefährlicher geworden", meinte Lehmann.

Der Nationalkeeper wird wegen der Partie gegen Barcelona nicht am Regenerations-Trainingslager der DFB-Auswahl auf Sardinien (16. bis 21. Mai) teilnehmen. Klinsmann erwartet seine Nummer eins erst zum Start des zweiten Teils der WM-Vorbereitung am Genfer See am 21. Mai. "Er soll ein paar Tage abschalten und den Erfolg oder die Enttäuschung verarbeiten", erklärte Klinsmann.

© SID

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