Fußball Nationalmannschaft
Lockerer Sieg für DFB-Frauen

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist für die WM im September gerüstet. In Gera setzte sich die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid locker mit 5:0 (3:0) gegen die tschechische Republik durch.

Ohne große Mühe haben die deutschen Fußball-Frauen ihr Testspiel gegen die tschechische Republik gewonnen. In Gera setzte sich die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dank einer starken ersten Halbzeit mit 5:0 (3:0) durch und stellte ihre gute Form rund einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft in China (10. bis 30. September) unter Beweis. Der Weltmeister zeigte sich wenige Tage vor der offiziellen Bekanntgabe des WM-Kaders am 13. August gegen den überforderten Weltranglisten-19. in toller Spiellaune, zeigte sich aber fahrlässig in der Chancenverwertung.

Das 1:0 erzielte Rekord-Torschützin Birgit Prinz (107. Länderspiel-Tor) in der 19. Minute, sie verwertete einen überlegten Rückpass von der Grundlinie von Petra Wembersky aus zwölf Metern. Simone Laudehr (25.) erhöhte mit einem herrlichen Volleyschuss aus 15 Metern und konnte ihr erstes Tor im zweiten Länderspiel bejubeln. Unmittelbar nach Einsetzen des strömenden Regens gelang Kerstin Garefrekes in der 38. Minute das 3:0, sie staubte nach Latten-Kopfball von Bianca Rech ab. Martina Müller erzielte in der 83. Minute das 4:0, ehe Prinz in der 90. Minute den Schlusspunkt setzte.

"Das wird nicht einfach, aber das ist nun mal mein Job", meinte Neid nach dem Schlusspfiff schon mit Blick auf die WM-Nominierung, bei der fünf Spielerinnen aus dem Raster fallen werden. "Vor allem die jungen Spielerinnen haben mir sehr gut gefallen", sagte die Bundestrainerin und hob nach dem Auftritt in Gera vor allem Torschützin Laudehr heraus, die sich berechtigte Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen darf. Aber auch Linda Bresonik und Martina Müller verdienten sich ein Extralob von Neid.

Nur in der ersten Viertelstunde vor 4 793 Zuschauern konnten die nicht für die WM qualifizierten Tschechinnen einigermaßen mithalten. Aber auch da hätten sie schon in Rückstand geraten können: Anja Mittag spielte in der achten Minute die gegnerische Torfrau aus, traf dann aber nur das Außennetz. Die 22 Jahre alte Stürmerin, die noch um einen Platz im WM-Aufgebot kämpft, vergab in der ersten Halbzeit gleich reihenweise gute Gelegenheiten. In der 26. Minute scheiterte sie beispielsweise völlig frei an Keeperin Zuzana Pincova. Aber auch Verteidigerin Sandra Minnert (33.) setzte einen Kopfball neben das Tor.

Torfrau Nadine Angerer, die nach der Verletzung von Silke Rottenberg als Torhüterin Nummer eins in das WM-Turnier in China geht, wurde nicht ernsthaft gefordert. Der dritte Sieg im dritten Match gegen diesen Rivalen geriet nie in Gefahr, zu groß waren die Unterschiede in allen Bereichen. Auch im zweiten Abschnitt gab es Gelegenheiten für ein echtes Schützenfest. Die eingewechselte Linda Bresonik traf in der 53. Minute nur die Latte, die ebenfalls neu ins Spiel gekommene Müller scheiterte drei Minuten später aus Nahdistanz an Pincova, ehe sie dann doch noch traf.

© SID

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