Fußball Nationalmannschaft
Löw beruft Mainzer Friedrich

Bundestrainer Joachim Löw hat Abwehrspieler Manuel Friedrich vom FSV Mainz in den Kader für das Schweden-Länderspiel am kommenden Mittwoch berufen. Aus dem WM-Aufgebot fehlt derweil nur der zurückgetretene Oliver Kahn.

Neu-Nationaltrainer Joachim Löw baut auf Innenverteidiger Manuel Friedrich. Vor seiner Premiere als Bundestrainer gegen Schweden am kommenden Mittwoch in Gelsenkirchen (20.45 Uhr/live in der ARD) nominierte Löw den 26 Jahre alten Verteidiger als einzigen Spieler, der nicht bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz kam. Die Wiederauflage des WM-Achtelfinals gegen die "Tre Kronor" (2:0) in der Veltins-Arena wird vor den richtungsweisenden EM-Qualfikationsspielen im September damit zu einem Schaulaufen der WM-Teilnehmer.

"Das Duell mit den Schweden lässt noch einmal besondere WM-Erinnerungen aufkommen. Bei allem Ehrgeiz sind wir jedoch realistisch genug, um zu wissen, dass in diesem frühen Stadium der Saison die Spieler nicht in Bestform sein können", erklärte Löw, der die Partie gegen die Skandinavier als "Zwischenstation" auf dem Weg zu den beiden ersten Qualifikationsspielen für die EM in der Schweiz und Österreich gegen Irland am 2. September in Stuttgart und vier Tage später beim "Fußball-Zwerg" San Marino betrachtet.

Schalker wieder außen vor

Insgesamt 20 der 23 WM-Teilnehmer stehen für die Partie gegen Schweden im Kader. Keeper Oliver Kahn vom deutschen Rekordmeister Bayern München hatte nach dem Spiel um Platz drei gegen Portugal (3:1) seine Karriere in der Nationalelf nach 86 Länderspielen beendet. Die Verteidiger Robert Huth (FC Chelsea) und Per Mertesacker (Werder Bremen) befinden sich nach ihren Operationen noch in der Aufbauphase. Erneut keine Berücksichtigung fanden die Schalker Kevin Kuranyi und Fabian Ernst. Auch Stefan Kießling von Bayer Leverkusen muss weiter auf seinen ersten Einsatz im DFB-Dress warten.

Einziger Nicht-WM-Teilnehmer ist nach den Ausfällen von Huth und Mertesacker der Mainzer Friedrich, der unter Ex-Bundestrainer Klinsmann zwar für den WM-Test in Dortmund gegen die USA nominiert worden war, aber nicht eingesetzt wurde. "Die personelle Situation bietet die Möglichkeit, dass Manuel Friedrich eine neue Chance erhält. Mit starken Leistungen hat er sich in der vergangenen Saison in den Vordergrund gespielt und nur ganz knapp die WM-Teilnahme verpasst. Für die EM-Qualifikation gehört er wieder zu den Kandidaten, die im Blickfeld stehen", sagte Löw.

Der 26-Jährige reagierte am Donnerstag mit großer Freude auf seine zweite Reise zur DFB-Elf Nationalmannschaft. "Ich habe an meinen ersten Kontakt zur Nationalmannschaft nur gute Erinnerungen, deshalb freue ich mich auch über diese Einladung sehr. Nach der tollen WM unserer Nationalmannschaft und der großen Begeisterung unter den Fans ist dieses Spiel gegen Schweden ein besonders Reizvolles", meinte der Mainzer Abwehrchef.

Friedrich winkt beim ersten Länderspiel der deutschen Nationalelf nach der triumphalen WM erneut der Zweikampf mit Jens Nowotny (Dinamo Zagreb), dem Klinsmann bei der WM-Nominierung noch den Vorzug gegeben hatte. Für den 32 Jahre alten Routinier, der bislang 48 Länderspiele absolvierte, könnte das Spiel gegen Schweden der letzte Auftritt im DFB-Dress sein. Im Hinblick auf die EM 2008 muss Nowotny aller Voraussicht nach einem jüngeren Abwehrspieler weichen.

© SID

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