Fußball Nationalmannschaft
Löw freut sich auf die "Super-Marios"

Der Münchner Mario Gomez und der Dortmunder Shootingstar Mario Götze stehen vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Schweden in Göteborg im Blickpunkt.

Als die deutsche Nationalmannschaft am Montagmittag in Göteborg landete, standen vor allem die beiden "Super Marios" im Mittelpunkt. Während Angreifer Mario Gomez trotz seiner zuletzt überragenden Torquote noch immer über seinen am Sonntag verschossenen Elfmeter haderte, war Supertalent Mario Götze die Vorfreude auf sein Länderspieldebüt am Mittwoch gegen Schweden (20.30 Uhr/ARD) deutlich anzumerken. "Ich freue mich riesig", sagte der 18-Jährige, der sich bei den Himmelsstürmern von Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen in die Herzen den Fans gespielt hatte.

Der im Allgäu geborene Sohn eines Universitäts-Professors verzückt derzeit die sportliche Führung der Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw hält große Stücke auf Götze und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer meint sogar: "Er ist eines der größten Talente, die wir je hatten." Für den einstigen Dortmunder Senkrechtstarter und heutigen Jugendkoordinator Lars Ricken ist der U17-Europameister sogar ein Geschenk des Himmels: "Er hat die fast göttliche Gabe, unter Druck besser zu werden. Das war bei der U17-EM so und scheint sich in der Bundesliga zu wiederholen."



Wird Götze zum siebtjüngsten deutschen Nationalspieler?

Nun ist Götze sogar schon in der Nationalmannschaft angekommen. Am Mittwoch kann er in die Top Ten der jüngsten deutschen Nationalspieler aufsteigen. Sollte Löw den Dortmunder im Länderspiel gegen Schweden einsetzen, wäre Götze mit seinen dann 18 Jahren und 167 Tagen der siebtjüngste Spieler in diesem Ranking.

Während "Super Mario" Götze mit dem Druck der Öffentlichkeit offenbar sehr gut umgehen kann, hatte "Super Mario" Gomez in der Vergangenheit sowohl bei Bayern München als auch in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stets mit der hohen Erwartungshaltung zu kämpfen. Bundestrainer Löw ließ Gomez aber nie fallen, war stets von den Qualitäten des Stürmers überzeugt. Seit auch Bayern-Coach Louis van Gaal auf den 30-Millionen-Mann im Angriffszentrum der Münchner setzt, scheint Gomez komplett aufzublühen: Elf Treffer in acht Pflichtspielen sind eine beeindruckende Quote.

Ein Extra-Lob zollte Bundestrainer Löw dem Nationalstürmer. "Mario ist ein Vollblutstürmer. Er braucht das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers. Jetzt spürt Mario, dass er auch bei den Bayern eine gute Rolle spielen kann. Das gibt ihm Aufwind", sagte der 50-Jährige.

Normalerweise hätte der 25-Jährige also allen Grund gehabt, am Montag in Schweden mit breiter Brust aus dem Flieger zu steigen. Auch, weil er am Sonntag beim 3:0 der Bayern gegen den 1. FC Nürnberg zwei Treffer beisteuerte und zudem den Elfmeter zum 2:0 herausholte. Doch Gomez konnte sich nicht so recht an seinem Torlauf erfreuen. Vielmehr spukte dem 40-maligen Nationalspieler der Elfmeter, den er gegen den Club in der 87. Minute in die Wolken gejagt hatte, noch immer im Kopf herum.



Gomez ärgert sich über verschossenen Elfmeter

"Das ist natürlich unheimlich ärgerlich. Leider habe ich zu hoch und zu stark geschossen. Ich wollte das Tor machen und ich war mir einhundert Prozent sicher. Wahrscheinlich war ich mir zu sicher. Das war sehr, sehr dumm und bitter. Schade, jetzt muss ich mich beim Elfmeterschießen wieder hinten anstellen", sagte Gomez, der sich zudem einen Rüffel seines Trainers Louis van Gaal anhören musste: "Wenn er bei diesem Stand einen Elfmeter verpatzt, das ist unglaublich. Er kommt wieder ans Ende der Liste."

Ganz oben auf der Liste steht Gomez dagegen bei Bundestrainer Löw für das Spiel gegen die Schweden. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Lukas Podolski und Miroslav Klose ist Gomez gegen das Team um Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic im Sturmzentrum gesetzt. Auch wenn er am Mittwoch in Göteborg wohl keinen Elfmeter schießen wird, könnte er beim Ausklang des Jahres 2010 mit Toren auch in der Nationalmannschaft seine Position wieder stärken.

© SID

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