Fußball Nationalmannschaft
Löw ist "froh über Alternativen" in der DFB-Elf

Bundestrainer Joachim Löw äußerte sich zufrieden zum Verlauf des Testspiels gegen Belgien. Zur neuformierten Innenverteidigung meinte er: "Ich bin froh über die Alternativen."

Bundestrainer Joachim Löw beantwortete anlässlich des 2:0-Sieges der deutschen Nationalmannschaft gegen Belgien die Fragen der Presse. Im Interview äußert er sich positiv über den gegenwärtigen Zustand des Teams und mögliche Alternativen zu den Stammkräften.

Frage: "Joachim Löw, wie bewerten Sie das 2:0 gegen Belgien?"

Joachim Löw: "Das 2:0 war verdient, das Ergebnis ist aber zweitrangig. Ich wollte sehen, dass die Mannschaft versucht zu kombinieren, dass die Spielauflösung gut ist und wir im Fluss sind. Das hat sie sehr gut umgesetzt. Wir haben den Gegner beherrscht, in der ersten Halbzeit hat nur ein Tor gefehlt. Für diese frühe Phase der Saison sind wir aber sehr positiv aufgetreten. Das war ein gutes Warm-up für die WM-Qualifikation."

Frage: "Wie schätzen Sie das Debüt von Serdar Tasci ein?"

Löw: "Für das erste Länderspiel hat er seine Sache wirklich gut gemacht. Die Dinge, die ich gefordert habe, hat er gut gelöst. Serdar hat taktisch gut gespielt und war stark im Zweikampf, aber natürlich haben ihn die Belgier auch nicht ganz so gefordert."

Frage: "Ist das Innenverteidiger-Duo Tasci und Heiko Westermann eine Alternative zu Christoph Metzelder und Per Mertesacker?"

Löw: "Die Innenverteidigung bei der EM war nicht so stark und präsent wie bei der WM. Da gab es Abstimmungsprobleme. Wir brauchen daher Alternativen, weshalb es wichtig war, Tasci und Westermann zu sehen. Sie haben die Sache konsequent umgesetzt. Ich bin froh über die Alternativen."

Frage: "In Michael Ballack und Torsten Frings mussten Sie zwei wichtige Spieler ersetzen. Wie beurteilen Sie die Leistung von Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes?"

Löw: "Wir wissen, was wir an Michael und Torsten haben. Aber ich möchte den Konkurrenzkampf haben. Ich bin froh über die gute Leistung von Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes, denn das gibt den Spielern Selbstvertrauen. Darüber kann ich als Trainer nur froh sein."

Frage: "War Hitzlspergers Kampfansage im Vorfeld des Spiels berechtigt?"

Löw: "Das ist ein gesundes Selbstbewusstsein. Er ist schon länger dabei, und sein Ziel ist es einfach, Stammspieler zu werden. Das ist legitim."

Frage: "Bastian Schweinsteiger war gegen Belgien in der zweiten Hälfte zum ersten Mal Kapitän und verwandelte den wichtigen Elfmeter zum 1:0. Kann er der kommende Führungsspieler werden?"

Löw: "Bastian hat bei der EM, besonders nach dem Portugal-Spiel, an Selbstevertrauen gewonnen. Er muss jetzt immer mehr in die Verantwortung hineinwachsen, um dann eine Führungsrolle übernehmen zu können."

Frage: "Erneut hat kein Stürmer ein Tor erzielt. Bereitet Ihnen das Sorgen für die WM-Qualifikation?"

Löw: "Das beunruhigt mich wenig. Ich habe gesagt, dass sie Druck ausüben sollen. Das haben in der ersten Halbzeit Klose und Podolski und dann Gomez und Kuranyi gut gemacht. Man kennt die Abschlussstärke unserer Stürmer. Ich erwarte auch von Patrick Helmes in den kommenden Monaten einiges, denn er hat ein großes Potenzial.



© SID

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