Fußball Nationalmannschaft
Löw kann "auf Unterstützung der Bundesliga zählen"

Seiner Kritik am deutschen Spieltempo zum Trotz: Die Bundesliga-Trainer haben sich bei der Trainertagung in Düsseldorf geschlossen hinter Bundestrainer Joachim Löw gestellt.

Die Bundesligatrainer haben der Fußball-Nationalmannschaft vor den beiden richtungweisenden WM-Qualifikationsspielen gegen Liechtenstein und in Wales ihre volle Unterstützung zugesichert. "Ich hatte nie das Gefühl, dass da Besserwisser sind. Es sind immer nur Anregungen gewesen. Wir haben alle das Ziel, dass unsere Nationalmannschaft tolle Ergebnisse erzielt", sagte Trainer Bruno Labbadia von DFB-Pokalhalbfinalist Bayer Leverkusen nach einer zweitägigen Trainertagung in Düsseldorf.

Im Vorfeld der Tagung hatte Bundestrainer Joachim Löw mit kritischen Äußerungen zum Spieltempo und der Schnelligkeit einiger Spieler teils für Unmut in der Liga gesorgt. Doch nach einem regen Austausch und einer intensiven vierstündigen Diskussion sind diese Dinge offenbar vom Tisch. "Wir können auf die Unterstützung der Bundesliga zählen. Wir sind uns darin einig, dass wir versuchen wollen, den deutschen Fußball immer wieder voranzubringen", sagte Löw.

Auch sein Vorgänger und Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann zeigte Verständnis für Löw. "Er hat niemandem gesagt, was er machen muss. Er hat eine Bestandsaufnahme gemacht und ist zu einem völlig richtigen Ergebnis gekommen", sagte Klinsmann dem kicker. Dies sei keine Kritik, sondern ein berechtigter Hinweis gewesen, so der Coach des Rekordmeisters.

"Haben alle etwas mitgenommen"

Besonders die Fachvorträge von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer zur "Entwicklung der körperlichen Fitness im Spitzenfußball - verantwortlich für die Spielgeschwindigkeit" und vom Technischen Direktor der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Andy Roxburgh, mit dem Titel "Leadership of Top Teams" kamen bei den Bundesligatrainern gut an. "Wir haben uns mehr mit Fußball als mit Terminen beschäftigt. Daraus haben alle etwas mitgenommen", erklärte Thomas Schaaf von Uefa-Cup-Viertelfinalist Werder Bremen.

Ständiger Austausch über die Nationalspieler

Vereinbart wurde für die Zukunft zudem weiterhin ein ständiger Austausch zwischen den Verantwortlichen der Nationalmannschaft und den Trainern über die Nationalspieler. "Es ist für mich als Vereinstrainer wichtig zu wissen, welche Aufgaben der Spieler von der Nationalmannschaft mitbekommt", so Labbadia.

An der Tagung im Hilton Hotel nahmen neben Löw-Assistent Hansi Flick, Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und DFB-Sportdirektor Matthias Sammer 16 der 18 Bundesligatrainer teil. Es fehlten nur Lucien Favre von Tabellenführer Hertha BSC Berlin und Fred Rutten von Schalke 04. Der Niederländer ließ sich von Co-Trainer Mike Büskens vertreten.

© SID

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