Fußball Nationalmannschaft
Löw nominiert Mertesacker für Zypern-Spiel

Per Mertesacker steht erstmals seit der WM 2006 wieder im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw berief den Abwehrspieler ins Aufgebot für das EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern am Mittwoch.

Erstmals seit der Weltmeisterschaft steht Per Mertesacker wieder im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Der 22 Jahre alte Abwehrspieler von Werder Bremen zählt nach längerer Verletzungspause zum insgesamt 19 Spieler umfassenden DFB-Aufgebot für das EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern am kommenden Mittwoch in Nikosia (20.00 Uhr MEZ/live im ZDF), das Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstagmittag bekannt gab. Sein bislang letztes Länderspiel absolvierte Mertesacker beim 0:2 nach Verlängerung im WM-Halbfinale gegen Italien am 4. Juli dieses Jahres.

Auch Schlaudraff wieder dabei

"Da wir nur zwei Trainingseinheiten absolvieren und relativ kurz zusammen sein werden, habe ich mich für einen kleineren Kader und gegen die Nominierung von neuen Spielern entschieden", sagte Löw, der für das letzte Spiel des WM-Dritten in diesem Jahr lediglich 19 Spieler nominierte, die sich am Sonntagnachmittag in Frankfurt/Main treffen. Wieder dabei ist auch Jan Schlaudraff vom Bundesliga-Aufsteiger Alemannia Aachen.

Löw über Mertesacker-Rückkehr erfreut

Besonders freut sich der Bundestrainer auf die Rückkehr von Mertesacker, der erstmals seit der WM wieder im Aufgebot steht und sein bislang letztes Länderspiel beim 0:2 n.V. im WM-Halbfinale gegen Italien am 4. Juli in Dortmund bestritt. "Per war in den vergangenen zwei Jahren fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Nach seiner langen Verletzungspause ist er bei Werder immer besser in Tritt gekommen und hat zuletzt in Bundesliga und Champions League wieder auf konstant gutem Niveau gespielt. In Absprache mit Thomas Schaaf habe ich deshalb entschieden, ihn für das letzte Länderspiel des Jahres zu nominieren", berichtete der 46-Jährige, fügte aber hinzu: "Allerdings wissen wir, dass der Spieler nach seiner schweren Verletzung noch ein wenig Rückstand hat, und darauf werden wir in unserer Trainingsplanung für ihn Rücksicht nehmen."

Gute Chancen für Hanke

Angesichts des verletzungsbedingten Ausfalls von Torjäger Lukas Podolski durfte sich auch Schlaudraff wieder über eine Einladung freuen, obwohl er am vergangenen Wochenende von seinem Klub Aachen noch einen Denkzettel verpasst bekommen und das 0:0 bei Borussia Dortmund nur als Zuschauer auf der Tribüne verfolgt hatte. "Wir brauchen eventuell einen vierten Stürmer", meinte Löw, der bereits angekündig hat, dass neben Miroslav Klose aller Wahrscheinlichkeit nach Mike Hanke stürmen wird, der zurzeit beim VfL Wolfsburg einen Lauf hat "und auch wieder wichtige Tore schießt".

Der Klinsmann-Nachfolger wiederholte, dass Talente wie der Bremer Aaron Hunt, der Stuttgarter Shootingstar Mario Gomez oder auch der Leverkusener Stefan Kießling im neuen Jahr ihre Chance bekommen werden. Eine zweite Chance in Nikosia könnten dagegen schon der Hamburger Piotr Trochowski, der Bremer Clemens Fritz und Schlaudraff erhalten, die bereits bei der vergangenen Länderspielreise im Oktober mit den Spielen gegen Georgien und in der Slowakei Nationalmannschaftsluft geschnuppert hatten.

Huth und Kuranyi wieder nicht an Bord

Verzichten muss Löw neben Podolski auch auf die seit längerer Zeit verletzten oder angeschlagenen Sebastian Deisler, Christoph Metzelder, Sebastian Kehl, Gerald Asamoah, Tim Borowski, Marcell Jansen und Alexander Madlung. Nach wie vor keine Rolle spielen derzeit WM-Verteidiger Robert Huth vom FC Chelsea und Schalkes Stürmer Kevin Kuranyi.

Der Kader der deutschen Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern:

Tor: Jens Lehmann (FC Arsenal), Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)

Abwehr: Arne Friedrich, Malik Fathi (beide Hertha BSC Berlin), Per Mertesacker, Clemens Fritz (beide Werder Bremen) Manuel Friedrich (FSV Mainz 05), Philipp Lahm (Bayern München)

Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Torsten Frings (Werder Bremen), Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), David Odonkor (Betis Sevilla), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Piotr Trochowski (Hamburger SV)

Angriff: Miroslav Klose (Werder Bremen), Mike Hanke (VfL Wolfsburg), Oliver Neuville (Borussia Möchengladbach), Jan Schlaudraff (Alemannia Aachen)

© SID

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