Fußball Nationalmannschaft
Löw plant keine Nachnominierung nach Adler-Ausfall

Nach der Absage von Rene Adler hat Bundestrainer Joachim Löw beschlossen, dass es keine Nachnominierung geben wird. Der Leverkusener muss aufgrund einer Augenentzündung passen.

Nach dem Ausfall von Nationaltorhüter Rene Adler wird Bundestrainer Joachim Löw keinen Schlussmann für die Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste nachnominieren. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Samstag auf seiner Internetseite mit. Damit ist auch eine Rückkehr des zuletzt wegen einer Erkrankung pausierenden Robert Enke (Hannover 96) vom Tisch.

"Das ist keine Entscheidung gegen, sondern für Robert Enke. Er hat jetzt mehrere Wochen nicht trainiert und ist danach erst am vergangenen Wochenende wieder zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz gekommen. Wir haben mit ihm vereinbart, dass er jetzt ganz gezielt trainieren und eventuell auch zusätzliche Trainingseinheiten einlegen soll, um an seiner Fitness zu arbeiten", sagte Löw.

Der Leverkusener Adler sagte seine Teilnahme an den Länderspielen am 14. November in Köln und vier Tage später in Gelsenkirchen wegen einer Hornhautentzündung im Auge ab. Daher konnte er auch in der Bundesliga-Begegnung am Freitagabend gegen Eintracht Frankfurt (4:0) nicht eingesetzt werden.

Gegen Chile wird wie geplant der Bremer Tim Wiese im Tor stehen, der Schalker Manuel Neuer kommt gegen die Elfenbeinküste zum Einsatz.

96-Coach Bergmann kritisiert Löws Entscheidung

Hannovers Trainer Andreas Bergmann hatte zuvor die Nichtnominierung von Enke kritisiert. "Ich bin damit nicht einverstanden", sagte Bergmann, "eine Berufung wäre ein wichtiges Zeichen für Robert gewesen. Robert war bis zu seiner blöden Erkrankung auf einem sehr guten Weg zur Nummer eins. Einem Spieler mit so großen Fähigkeiten und einer solchen Substanz sollte man die Möglichkeit geben, sich wieder zu zeigen."

Enke war Anfang September an einer bakteriellen Magen- und Darminfektion erkrankt und musste deshalb auf seinen Einsatz in den beiden entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Finnland Mitte Oktober verzichten, für die er eigentlich vorgesehen war.

© SID

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