Fußball Nationalmannschaft
Löw traut Ballack DFB-Comeback zu

Bundestrainer Joachim Löw hält eine Rückkehr von Michael Ballack ins DFB-Team trotz dessen erneuter Verletzung weiter für möglich. Allerdings müsse sich Ballack erst beweisen.

Bundestrainer Joachim Löw traut DFB-Kapitän Michael Ballack trotz seiner erneuten Verletzung weiterhin ein Comeback in der Nationalmannschaft zu, sieht dessen direkten Konkurrenten Sami Khedira derzeit aber deutlich im Vorteil. "Grundsätzlich denke ich schon, dass Michael Ballack nochmal zurückkommen kann, denn er ist von einem enormen Ehrgeiz getrieben. Und er war es stets gewohnt, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen, ist dem nie aus dem Weg gegangen. Ich habe ihm aber deutlich gesagt, dass Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira momentan vor ihm liegen", sagte der 50-Jährige im Interview mit der Badischen Zeitung.

Der 33-jährige Ballack hatte am vergangenen Samstag in Hannover (2:2) eine feine Fraktur im Schienbeinkopf des linken Beins erlitten. Der Mittelfeldspieler fällt voraussichtlich sechs Wochen aus und steht damit auch für die EM-Qualifikationsspiele im Oktober gegen die Türkei und in Kasachstan nicht zur Verfügung. Aufgrund eines Syndesmosesrisses hatte der ehemalige England-Legionär die WM im Sommer in Südafrika nicht bestreiten können. Löw bestätigte, dass es für Ballack schwer werden dürfte, wieder an die Form der vergangenen Jahre anzuknüpfen.

"Die Zeit läuft"

"Die Zeit läuft weiter, die Entwicklung geht weiter. Neue, junge Spieler rücken nach. Generell gilt, nicht nur für Michael Ballack: Irgendwann muss jeder erkennen, dass die Zeit vorbei ist, in der man Top-Leistungen bringen kann. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wenn auch auf deutlich anderem Niveau, dass man sich als Spieler dann benachteiligt oder respektlos behandelt fühlt", sagte Löw.

Zudem erklärte der Bundestrainer, dass Ballacks Führungsstil bei der Nationalmannschaft bereits bei der Euro 2008 in Österreich und der Schweiz von den Spielern hinterfragt worden war. "Natürlich gab es innerhalb der Mannschaft Konfliktpotenzial, wie während der EM 2008, nachdem wir gegen Kroatien verloren hatten. Auch haben sich einzelne Spieler zum Thema Führungsstil geäußert, als sie danach gefragt wurden. Michael Ballack hat die Mannschaft schon auf seine eigene Art und Weise geführt. Er hat die Mannschaft nie so diktatorisch geführt, wie es teilweise dargestellt wurde", sagte Löw.

© SID

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