Fußball Nationalmannschaft
Löw verspricht WM-Quali-Sieg gegen Liechtenstein

Vor dem ersten WM-Qualifikationspiel in Vaduz gegen Liechtenstein hat Bundestrainer Joachim Löw einen erfolgreichen Start versprochen. Löw: "Wir wollen und wir werden gewinnen."

Bundestrainer Joachim Löw hat einen erfolgreichen Start der deutschen Nationalmannschaft in die WM-Qualifikation garantiert. "Wir wollen und wir werden gewinnen", versprach der Bundestrainer zwei Tage vor dem ersten Pflichspiel der neuen Saison am Samstag in Vaduz gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein (20.45 Uhr/live in der ARD).

Beim 130. der Weltrangliste will sich der Vize-Europameister trotz der Ausfälle der nicht mehr unumstrittenen Routiniers Michael Ballack und Torsten Frings, der aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr zum Kader stoßen wird, möglichst mit einem Schützenfest das nötige Selbstvertrauen für den Ausflug nach Helsinki holen. Dort steht am Mittwoch der erste Härtetest in der Gruppe vier gegen Finnland auf dem Programm. "Die Finnen haben zu Hause schon den ein oder anderen Favoriten gestürzt", sagte Löw.

Für den 48-Jährigen wird die Afrika-Safari aber "kein Selbstläufer", da mit Russland und auch Finnland zwei starke Gegner aus dem Weg zu räumen sind. "Da sich nur der Erste direkt qualifiziert, ist es kein einfaches Unterfangen. Aber natürlich wollen wir uns ohne Umwege für Südafrika qualifizieren. Deshalb wäre ein Start mit sechs Punkten für das Selbstvertrauen enorm wichtig", erklärte Löw. Der Bundestrainer warnte ausdrücklich vor dem Auftakt im nur knapp 7 000 Besucher fassenden Rheinpark-Stadion am Samstag.

Letztes Spiel endete 9:1 für Deutschland

"Ich will Liechtenstein nicht stark reden, aber sie haben zu Hause gegen große Mannschaften wie England oder Spanien nur knapp verloren und auch mal in Portugal ein Unentschieden erreicht", meinte Löw. In den bisherigen beiden Duellen gegen die DFB-Auswahl musste Liechtenstein allerdings 17 Gegentreffer hinnehmen. Im Juni 1996 siegte Deutschland in Mannheim 9:1, vier Jahre später in Freiburg 8:2. "Dennoch ist diese Mannschaft nicht mit Luxemburg, Andorra oder San Marino zu vergleichen", sagte Löw.

Der Bundestrainer, der gegen Liechtenstein zum 30. Mal als Chef auf der Bank sitzt, verwies vor der ersten Etappe auf dem Weg nach Südafrika zudem auch auf die personell schwierige Situation bei seiner Mannschaft. "Dass Spieler wie Ballack, Frings, Mertesacker oder auch Friedrich ausfallen, ist schon ärgerlich. Sie sind sehr wichtig für uns, ich hätte sie gerne dabei gehabt", erklärte der Bundestrainer und forderte zugleich von den nachrückenden Spielern, "dass sie ihre Chance nutzen". Zudem seien Spieler wie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger noch mehr gefordert, Führungsqualitäten an den Tag zu legen.

Löw befürchtet allerdings, dass sich die Verletztenmisere bis zum zweiten Doppelpack in der Qualifikation gegen Russland (11. Oktober) und Wales (15. Oktober) weiter verschlimmert. "Es bereitet mir grundsätzlich Sorgen, dass die Nationalspieler nach einem großen Turnier nur eine kurze Pause und eine kurze Vorbereitung hatten, dann direkt in den Spielbetrieb genommen werden und man von ihnen gleich wieder Top-Leistungen verlangt. Da fehlt die Basis einer sechswöchigen Vorbereitung, was die Verletzungsgefahr erhöht", sagte Löw. Er verwies auf den November 2006, als vier Monate nach der WM mehr als zehn Nationalspieler angeschlagen waren.

Hitzlsperger und Rolfes als Mittelfeldachse

"Wir müssen und werden mit dieser Situation aber umgehen", kündigte er dennoch trotzig an. Am Samstag vertraut Löw erneut der Mittelfeldachse, die schon zum Saisonstart beim 2:0-Aufgalopp gegen Belgien für Ballack und Torsten Frings in die Bresche sprang. Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes sollen es aller Wahrscheinlichkeit in zentraler Position richten, wobei auch Bastian Schweinsteiger noch eine Option ist. "Ich weiß noch nicht genau, ob er rechts oder in der Mitte spielen wird", berichtete Löw, der entgegen seiner Gepflogenheiten bereits Freitag seine Startformation öffentlich machen will.

Dass Miroslav Klose die deutsche Elf als Kapitän aufs Feld führen wird, steht fest. "Er hat gegenüber dem Belgien-Spiel enorme Fortschritte gemacht", attestierte der Bundestrainer seinem zuletzt häufig kritisierten Top-Torjäger, über dessen Sturmpartner noch spekuliert werden kann. "Lukas Podolski spielt für mich sowohl als Stürmer als auch als Mittelfeldspieler eine Rolle", sagte Löw. In der Vierer-Abwehrkette wird er sich möglicherweise wieder für Christoph Metzelder anstelle des jungen Stuttgarters Serdar Tasci entscheiden.

Abgehakt für den Bundestrainer ist derweil der Zwist zwischen Kapitän Ballack und Manager Bierhoff. Nach der Aussprache zwischen den beiden Streithähnen führte Löw am Mittwochabend noch ein zweites Gespräch mit Ballack und schwor diesen auf die kommenden Aufgaben ein. "Ich habe ihm gesagt, was ich von ihm in den kommenden zwei Jahren erwarte. Damit ist das Thema endgültig erledigt."

© SID

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