Fußball Nationalmannschaft
Löw vertraut ganz auf Lehmann und Schweinsteiger

Vor dem EM-Qualifikationsspiel in Wales hat Bundestrainer Joachim Löw die wichtigsten Personalfragen geklärt: Routinier Jens Lehmann soll im Tor stehen, Bastian Schweinsteiger im Mittelfeld die Führung übernehmen.

In Abwesenheit einiger "gesetzter" Mittelfeldstrategen soll Bastian Schweinsteiger im EM-Qualifikationsspiel gegen Wales in Cardiff (20.30 Uhr) das Regiment in der kreativen Zentrale der DFB-Elf führen. "Er wird nach den Ausfällen eine ganz wichtige Rolle im Mittelfeld spielen", sagt Bundestrainer Joachim Löw, "wir erwarten von ihm eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Hamburg-Spiel am Sonntag. Er soll gegen Wales eine Führungsrolle übernehmen und entscheidende Impulse setzen", fordert Löw von Schweinsteiger drei Tage vor dem insgesamt 14. Duell gegen die Briten.

Mit nunmehr 43 Einsätzen hat Schweinsteiger im aktuellen Aufgebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Partie in Cardiff hinter Miroslav Klose (68), Arne Friedrich (50) und Jens Lehmann (47) die größte Länderspiel-Erfahrung. Dass er in der Vergangenheit nicht unbedingt als "Tonangeber" auf dem Platz in Erscheinung getreten ist, soll sich mit dem Spiel gegen Wales am Samstag ändern. Vor allem auch deshalb, weil der eigentlich für die zentrale Rolle im Mittelfeld vorgesehene Leverkusener Bernd Schneider wegen einer Gelbsperre nicht mitwirken kann.

Bislang starke Saison von Schweinsteiger

"Er ist einer der Erfahrensten in unserer Mannschaft. Ich werde mich mit ihm in dieser Woche noch einmal gezielt unterhalten. Er soll sich einbringen und sein Können ausspielen', meinte Löw in Bezug auf Schweinsteiger. Der am 1. August 23 Jahre alt gewordene Bayern-Profi, der bei den Münchnern bis auf das Spiel in Hamburg (1:1) bislang nach überstandenen Knieproblemen infolge eines Zeckenbisses eine hervorragende Saison an der Seite von Frankreichs Ass Franck Ribery spielt, will den Bundestrainer trotz der nach eigenen Angaben "ungewohnten Rolle im zentralen Mittelfeld" nicht enttäuschen.

"Natürlich ist das für mich neu, weil ich ja ansonsten Linksaußen spiele. Aber das wird für mich eine richtige Herausforderung, auf die ich mich sehr freue", sagte "Schweini", der davon ausgeht, dass er im zentralen Mittelfeld mehr Zweikämpfe und mehr Ballkontakte als auf der linken Außenbahn haben wird.

Da Löw in Cardiff, wo der WM-Dritte das letzte Länderspiel am 14. Mai 2002 mit 0:1 verloren hatte, vermutlich im Gegensatz zum 2:1-Sieg im neuen Wembley-Stadion vor zwei Wochen gegen England wieder auf ein 4-4-2-System umstellen wird, wird es voraussichtlich zu einer Münchner Mittelfeldachse kommen. Während Schweinsteiger die offensive Rolle im Mittelfeld-Zentrum ausfüllen wird, könnte Teamkollege Philipp Lahm erneut als "Sechser" zum Einsatz kommen.

Lehmanns Ellbogen hält

Grünes Licht erhielt Löw am Mittwoch von Nationaltorwart Jens Lehmann, dessen Ellbogen noch leicht entzündet ist. Nach dem Fitnesstest am Dienstag hatte der Keeper vom FC Arsenal bereits eine Einheit mit Bundestorwarttrainer Andreas Köpke absolviert. Am Mittwoch übte Lehmann ganz normal an der Seite der Ersatzkeeper Timo Hildebrand und Robert Enke. "Jens hat noch leichte Beschwerden, die ihn aber nicht mehr so stark behindern. Er wird am Wochenende spielen, dem steht nichts im Wege", sagte Löw, der am Mittwoch im Training auch auf die leicht angeschlagenen David Odonkor und Mario Gomez verzichten musste.

© SID

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