Fußball Nationalmannschaft
Löw von Momentaufnahme nicht geblendet

Für Joachim Löw gehört die deutsche Nationalmannschaft auch nach den erfolgreichen letzten beiden Jahren noch nicht zum Kreis der Weltbesten. Der Bundestrainer sieht noch Nachholbedarf in der Nachwuchsarbeit.

Obwohl die deutsche Nationalmannschaft in den letzten beiden Jahren mit ihren überzeugenden Auftritten nicht nur im eigenen Land viele Beobachter erstaunte und sich verloren gegangenen Respekt auch international zurück erspielte, zählt Bundestrainer Joachim Löw sein Team noch nicht zur absoluten Weltspitze. "Wir waren weit weg. Wir sind wieder rangerückt durch die WM und das Auftreten in der EM-Qualifikation. Aber dauerhaft sind wir noch nicht Weltspitze", sagte der 47-Jährige im Interview mit dem Fachmagazin kicker.

Um mit den Topteams auf Dauer konkurrieren zu können, müsse vor allem die Ausbildung der Nachwuchsspieler weiter verbessert werden. "In Brasilien und Argentinien werden ständig gute Spieler nach oben gebracht, da müssen wir auch hinkommen", forderte Löw.

Von seiner aktuellen Nationalmannschaft sieht er allerdings fünf Spieler in der Weltspitze. "Michael Ballack natürlich, auch Jens Lehmann, Torsten Frings, Miro Klose, Philipp Lahm", zählte der Bundestrainer auf, zudem gebe es viele junge Spieler, "die dahin kommen können". Die jüngsten Erfolge der Nationalmannschaft wirken sich auch auf die Bundesliga aus. "Viele Vereine haben ihren Trainerstab vergrößert, es wird spezifisch trainiert, was die Qualität der Spieler hebt", sagte Löw: "Und es wird offensiver, selbstbewusster gespielt."

Ausländische Starspieler als Bereicherung

Dass die Klubs in der Sommerpause viel Geld vor allem für neue ausländische Stars ausgaben, stört den Bundestrainer nicht. "Es wurde gezielt investiert, also in Top-Leute und nicht mehr in eine große Masse", meinte Löw. Vor zwei, drei Jahren sei dagegen noch viel mehr Durchschnitt aus dem Ausland verpflichtet worden. Neue wie Weltmeister Luca Toni oder Vizeweltmeister Franck Ribery könnten, so Löw, "die Liga bereichern und den jungen Spielern einiges beibringen".

© SID

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