Fußball Nationalmannschaft
Löw will DFB-Elf gegen Zypern nicht umbauen

Bundestrainer Joachim Löw wird beim EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern am 15. November in Nikosia auf bewährte Kräfte bauen. "Es macht keinen Sinn, neue Leute zu integrieren", erklärte Löw im Interview mit dem sid.

Im letzten Spiel des Jahres ist Joachim Löw nicht für personelle Experimente zu haben. "Wir haben nur zwei Trainingstage zur Verfügung. Da macht es keinen Sinn, neue Leute zu integrieren. Deshalb werde ich auf bewährte Kräfte setzen", erklärte der Bundestrainer zwei Tage vor Bekanntgabe seines Aufgebotes der deutschen Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel auf Zypern am Mittwoch kommender Woche im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Der Klinsmann-Nachfolger, der zunächst mal den elften Bundesligaspieltag abwarten und dann am Donnerstagmorgen noch diverse Telefongespräche mit Trainern und Spielern führen will, erteilte denn auch frühzeitig Talenten wie dem Bremer Aaron Hunt, dem Stuttgarter Shootingstar Mario Gomez oder auch dem Aachener Jung-Nationalspieler Jan Schlaudraff eine Absage: "Das sind alles Spieler, die in Zukunft eine Rolle spielen können. Derzeit stehen sie aber noch hinten dran, auch wenn sie eine erfreuliche Entwicklung nehmen."

Hanke schießt wieder "wichtige Tore"

Dieses Stürmer-Trio hatte sich nach der Verletzung von Torjäger Lukas Podolski Hoffnung gemacht, für das Match in Nikosia eine Einladung zu erhalten. "Die Alternativen für Lukas sind ganz klar Mike Hanke und Oliver Neuville. Einer von beiden wird von Beginn an neben Miroslav Klose spielen", sagte der Bundestrainer und führte weiter an: "Mike ist derzeit in seiner sehr guten Form und schießt auch wieder wichtige Tore. Oliver hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, dass er gut mit Miro harmoniert. Dass er bei Gladbach zuletzt nicht zur Stammelf gehörte, ist für mich nicht relevant."

Löw, der mit der überraschenden Nominierung der drei Neulinge Piotr Trochowski, Clemens Fritz und Schlaudraff vor den beiden Spielen gegen Georgien und in der Slowakei Anfang Oktober überrascht hatte, wird am Donnerstag nur "einen möglichst kleinen Kader" benennen, der voraussichtlich 18 bis 20 Spieler umfassen wird.

Mögliche Rückkehr von Mertesacker

Aller Voraussicht nach wird der lange Zeit verletzte Bremer Per Mertesacker, der zuletzt in Absprache mit Werder-Coach Thomas Schaaf geschont worden war, ins DFB-Team zurückkehren. Telefonate mit Schaaf und auch Mertesacker sollen Löw am Donnerstag letzten Aufschluss geben.

Dagegen fehlen mit Sicherheit neben Podolski auch die seit längerer Zeit verletzten oder angeschlagenen Sebastian Deisler, Christoph Metzelder, Sebastian Kehl, Gerald Asamoah, Tim Borowski und Marcell Jansen. Keine Rolle spielt derzeit auch WM-Verteidiger Robert Huth, der im Sommer vom FC Chelsea zum FC Middlesbrough gewechselt war.

"Robert braucht nach seiner langen Verletzungspause viel Training und Spielpraxis. Er steht aber nach wie vor auf unserer Liste wie auch Metzelder und manch andere. Im neuen Jahr sehen wir dann weiter", meinte Löw, der in Nikosia trotz des dünnen Kaders einen erfolgreichen Jahresabschluss erwartet. "Wir wollen unsere gute Ausgangsposition in der EM-Qualifikation ausbauen und ein tolles Jahr mit einem Sieg abschließen", so der Klinsmann-Nachfolger, der alle fünf Spiele in seiner noch jungen Amtszeit gewinnen konnte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%