Fußball Nationalmannschaft
Löw will gegen Georgien Stammelf schonen

Am Samstag kommt es in Rostock zum Freundschaftsspiel zwischen der DFB-Auswahl und Georgien. Bundestrainer Joachim Löw will jedoch mit Blick auf das EM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei seine Stammspieler schonen.

Nationaltrainer Joachim Löw denkt trotz des Freundschaftsspiels am Samstag gegen Georgien bereits an das EM-Qualifikationsspiel am 11. Oktober gegen die Slowakei. Um kein großes Risiko einzugehen, plant Löw gegen die von Ex-Bundesligacoach Klaus Toppmöller trainierten Georgier nicht mit seiner Stammformation. "Es wird der ein oder andere Spieler eine Bewährungschance bekommen, auch der ein oder andere Neuling. Wichtig ist die Partie in Bratislava. Da müssen wir topfit und am Limit sein. Das Georgien-Spiel ist zum Probieren da", betonte Löw vor dem Treffen der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag in Berlin.

Nachdem Löw im Vorfeld ohnehin schon etliche Absagen hatte hinnehmen müssen, kam zumindest bis Montag kein neuer Problemfall hinzu. Auch die angeschlagenen Gladbacher Marcell Jansen und Oliver Neuville werden zur Premiere des WM-Films "Deutschland. Ein Sommermärchen" am Dienstagabend in die Hauptstadt anreisen.

Neuville (Achillessehnenreizung) wird sich am Mittwoch einem Belastungstest unterziehen. Doch selbst bei einer Absage des Angreifers sieht Löw keine Notwendigkeit für eine Nachnominierung.

Löw will Leistungsträger schonen

Für die Trainingswoche in Berlin vor dem Spiel gegen Georgien am Samstag (20.00 Uhr/live im ZDF) in Rostock hat der Bundestrainer für einige "stark belastete Spieler wie Miroslav Klose, Torsten Frings oder Philipp Lahm ein individuelles Programm oder auch mal einen Regenerationstag" angekündigt. Diese Akteure würden gegen Georgien "sicher auch nicht über 90 Minuten spielen". Man werde in dieser Partie auf jeden Fall das Wechselkontingent von sechs Spielern ausschöpfen.

Was wiederum bedeutet, dass sich die Debütanten Jan Schlaudraff, Clemens Fritz und Piotr Trochowski durchaus Chancen auf ihren ersten Einsatz im A-Team ausrechnen dürfen. Zunächst einmal will Löw aber "in aller Ruhe" mit seinen drei Neulingen Gespräche führen, "um ihnen zu erklären, was wir von ihnen erwarten". Als da wäre: "Sie müssen unsere Anforderungen und unsere Spielphilosophie umsetzen."

Podolski genießt weiter volles Vertrauen

Zudem müssten sich Spieler, die neu zum DFB-Kader stoßen oder im Blickfeld sind, weiterhin auch in der Bundesliga ständig beweisen. Dagegen hätten Akteure wie etwa Lukas Podolski einen Bonus. "Die Spieler, die in den vergangenen zwei Jahren dabei waren, kennen wir in- und auswendig. Da ist unser Maßstab die Nationalmannschaft", erklärte Löw, der deshalb Podolski trotz dessen Reservisten-Dasein bei Bayern München zum wiederholten Male eine Stammplatzgarantie ausstellte: "Er hat in zwei EM-Qualifikationsspielen fünf Tore gemacht. Wir sind höchst zufrieden mit ihm."

DFB-Auswahl auf dem roten Teppich

Bevor jedoch die Spiele gegen Georgien und die Slowakei für den 22-Mann-Kader in den Vordergrund rücken, steht für Trainer, Spieler und Verantwortliche der DFB-Auswahl noch einmal das Thema Weltmeisterschaft auf dem Programm. Am Dienstagabend spazieren Michael Ballack und Co. bei der Premiere des Sönke-Wortmann-Films "Deutschland. Ein Sommermärchen" in Berlin über den roten Teppich. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich angesagt.

Für Löw ist das noch einmal eine "schöne Abwechslung und eine schöne Erinnerung", bevor wieder Alltag angesagt ist. Doch schon jetzt habe seine Mannschaft gezeigt, "dass wir nach der WM mental den Hebel umlegen konnten. Die Spieler haben sich sehr konzentriert auf die Knochenmühle EM-Qualifikation eingestellt. Unser Blick ist nach vorne gerichtet."

© SID

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