Fußball Nationalmannschaft
Löw: "Ziel ist, 2 008 Europameister zu werden"

Für Bundestrainer Joachim Löw gibt es im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 nur ein Ziel: "Wir sind es den Fans permanent schuldig, dass wir gute Spiele abliefern. Das Ziel ist, 2 008 Europameister zu werden."

Bundestrainer Joachim Löw will 2007 mit seiner Mannschaft an die erfolgreichen Leistungen der vergangenen zwölf Monate anknüpfen. "Wir sind es den Fans permanent schuldig, dass wir gute Spiele abliefern. Das Ziel ist, 2 008 Europameister zu werden", wird der Coach auf der verbandseigenen Internetseite DFB.de zitiert.

Löw glaubt jedoch nicht, "dass die EM-Qualifikation so nebenher erfolgreich zu Ende gebracht wird", obwohl die Auswahl an der Spitze der Qualifikationsgruppe D steht und unter Löw in sechs Spielen bei fünf Siegen ungeschlagen blieb. Um die Endrunde in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni 2008) frühzeitig zu erreichen, sollte schon beim nächsten Ausscheidungsspiel am 24. März in Tschechien ein Sieg her, meinte Löw.

"Es beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung"

Daneben hat der 46-Jährige weitere hohe Ziele für das kommende Jahr. "Wir wollen neue Spieler aus unserem Perspektiv-Kader in die A-Nationalmannschaft einbauen und integrieren. Wir wollen unsere Philosophie vom offensiven Spiel auch in den Juniorenteams umsetzen. Und wir erstellen unter Leitung von Chefscout Urs Siegenthaler eine neue Datenbank mit allen wichtigen Informationen aus dem internationalen Fußball", sagte er.

Der WM-Kader besitzt für Löw noch immer "eine gute Perspektive" und hat für ihn einen "Vertrauensvorschuss" gegenüber den Spielern, die neu dazu kommen. "Aber wir haben auch gesagt: Es beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung, und daher müssen die Leistungen bestätigt werden." Neben den Profis, die wie Malik Fathi, Alexander Madlung, Manuel Friedrich, Piotr Trochowski und Jan Schlaudraff als Neulinge von Löw berufen wurden, "gibt es Leute wie Kevin Kuranyi, den länger verletzten Sebastian Deisler und andere, die wir immer im Blick haben", sagte der frühere Assistent von Jürgen Klinsmann.

Perspektivkader von zwölf bis 15 Spielern

Nach diesem erweiterten Kreis gebe es einen Perspektivkader von zwölf bis 15 Spielern, "von denen wir glauben, dass sie in den nächsten Jahren den Sprung schaffen können", ergänzte Löw. Dazu gerhörten Kevin-Prince Boateng (Hertha BSC Berlin) und Stefan Kießling von Bayer Leverkusen. Löw verriet zudem, dass er bei der Auswahl der Debütanten vor allem darauf achtet, wie der Kandidat zu seiner Spielidee passe. Auch künftig werde er mit zwei Stürmern im 4-4-2-System spielen lassen - "für die Philosophie vom schnellen Spiel ist das besser", meinte er.

In seiner Arbeit habe sich durch das Aufrücken vom Co-Trainer zum ersten Mann nur wenig verändert, sagte Löw. "Ich hatte zwei Jahre lang schon Verantwortung gefühlt. Was sich für mich verändert hat, ist die größere Medienpräsenz und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit." Es erfülle ihn mit Stolz, Bundestrainer zu sein, fügte er an.

© SID

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