Fußball Nationalmannschaft
"MV" sieht WM-Halbfinale als Erfolg an

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hat in einem Interview ein mögliches Erreichen des WM-Halbfinals 2006 als Erfolg bezeichnet. Gleichzeitig hält "MV" seine schützende Hand über Bundestrainer Jürgen Klinsmann.

Gerhard Mayer-Vorfelder, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat in einem Interview einen möglichen Halbfinal-Einzug der deutschen Nationalmannschaft bei der WM im kommenden Jahr (9. Juni bis 9. Juli) als Erfolg bezeichnet. Trotzdem hat "MV" den Titel nicht abgeschrieben. "Wir haben bewusst dieses Ziel ausgegeben und halten daran fest. Die mangelnde Erfahrung der Mannschaft ist durch guten Teamgeist zu kompensieren", betonte Mayer-Vorfelder in einem Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten. "In zwei Jahren werden wir mit Sicherheit eine sehr gute Nationalmannschaft haben", ist "MV" für die weitere Zukunft optimistisch.

Eine klare Absage erteilt der DFB-Boss der Meinung von Uli Hoeneß. Der Manager des deutschen Rekordmeisters Bayern München hatte den Zustand der DFB-Elf mit dem Rest des Landes verglichen und als "jämmerlich" bezeichnet. "Das ist natürlich unzutreffend und maßlos überzogen. Die Nationalmannschaft ist kein Spiegelbild der Gesellschaft, sondern der Bundesliga. Und dort, wo wir in der Liga Probleme haben, begegnen wir ihnen auch in der Nationalmannschaft", erklärte Gerhard Mayer-Vorfelder.

"Kritiker von Anfang an in den Büschen gelegen"

Der ehemalige Präsident des VfB Stuttgart stellt sich dabei auch vor Bundestrainer Jürgen Klinsmann und die Diskussionen um dessen Person. "Es lagen doch von Anfang an die Kritiker in den Büschen, die nur darauf gewartet haben, dass er etwas falsch macht", meinte Mayer-Vorfelder. Den DFB habe die Aufregung nach den zuletzt schwachen Länderspielen gegen die Türkei und China nicht unvorbereitet getroffen. In der Frage seines Wohnsitzes habe er ihn zudem ermutigt, in den USA zu bleiben. "Dann muss er nicht alles sehen und lesen, was hier über ihn verbreitet wird", meint der DFB-Chef.

"Er ist fast schon ein fanatischer Freund moderner Kommunikationsmittel. Nicht alle Bundesliga-Manager teilen dieses Faible. Da gab es Spannungsfelder", ergänzte Mayer-Vorfelder und spielte auf Uli Hoeneß an, der gewettet hatte, er habe überhaupt keine E-Mail-Adresse. Zudem werde Jürgen Klinsmann in Zukunft vor Länderspielen ein paar Tage früher nach Deutschland kommen und danach auch ein paar Tage länger bleiben, kündigte Gerhard Mayer-Vorfelder an.

© SID

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