Fußball Nationalmannschaft
Neid schaut beim Algarve-Cup ganz genau hin

Den hochkarätig besetzten Algarve-Cup will DFB-Trainerin Silvia Neid dazu nutzen, die Form ihrer Nationalspielerinnen zu überprüfen. Für die Akteurinnen geht es schon um die Plätze im WM-Kader.

Ein halbes Jahr vor dem Start in die Mission Titelverteidigung zieht Silvia Neid die Zügel an. "Allen Spielerinnen muss klar sein, dass sie jetzt in Richtung WM-Form kommen müssen. Wir wollen sehen, dass die Spielerinnen in der Winterpause etwas getan haben", erklärte die Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft vor Beginn des hochkarätig besetzten Algarve-Cups vom 7. bis 14. März in Portugal.

Neid macht keinen Hehl daraus, dass das Vorbereitungsturnier auf die Weltmeisterschaft in China (10. bis 30. September) von vorentscheidender Bedeutung für ihre WM-Kandidatinnen ist. "Die Spielerinnen haben die Chance, sich mit starken Leistungen für den WM-Kader anzubieten. Unser Programm sieht vor, dass ich mit meinen Assistentinnen Ulrike Ballweg und Maren Meinert nach dem Algarve-Cup ein Zwischenfazit ziehe. Dabei entscheiden wir, mit wem wir in die direkte Vorbereitung auf die WM in China gehen", verdeutlichte die 42-Jährige.

"Am liebsten würden wir den Algarve Cup wieder gewinnen"

Die DFB-Trainerin, deren Welt- und Europameisterinnen im Vorjahr beim "Mundialito" (kleine Weltmeisterschaft) genannten Treffen der internationalen Topteams als Sieger hervorgegangen sind, will nach den drei torlosen Partien beim Vier-Länder-Turnier zu Beginn des Jahres in China nun wieder Erfolge sehen.

"Alle teilnehmenden Mannschaften sind gute Konkurrenz, aber am liebsten würden wir den Algarve Cup wieder gewinnen. Im Gegensatz zum Turnier in China sind die Spielerinnen in der Vorbereitung jetzt einen Schritt weiter. Daher erwarte ich eine Steigerung. Nach China sind wir mit einem sehr jungen Kader gereist. Jetzt müssen sich die erfahrenen Kräfte und die Spielerinnen, die nicht in China dabei waren, beweisen", sagte Neid.

Insgesamt 20 Spielerinnen hat Neid für das Turnier nominiert, bei dem die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Gruppe A zunächst am Mittwoch auf Norwegen (18.45 Uhr), zwei Tage später auf Frankreich (19.00 Uhr) und am Montag auf Dänemark (18.30 Uhr/alle Spiele live bei Eurosport) trifft. Am Mittwoch kommender Woche stehen dann die Platzierungsspiele an, wobei die Erstplatzierten der Gruppen A und B im Finale (17.30 Uhr) den Sieger untereinander ausmachen.

Bewährungschance für Ullrich und Holl

Verzichten muss Neid allerdings auf Torfrau Silke Rottenberg (Kreuzbandriss), Abwehrspielerin Sandra Minnert (Knie-Operation) und Isabell Bachor (Verletzung am Mittelfuß). Außerdem fehlt auch die zweite Torhüterin Nadine Angerer aus beruflichen Gründen. Somit erhalten Stephanie Ullrich (VfL Wolfsburg) und Ursula Holl (1. FFC Frankfurt), die noch kein Länderspiel absolviert hat, ihre Chance zwischen den Pfosten.

"Ursula Holl kann sich bewähren, Stephanie Ullrich hat ihre Sache in China gut gemacht. Beide haben die Chance, sich jetzt anzubieten", erklärte Neid, in deren Aufgebot für Portugal noch neun Weltmeisterinnen von 2003 stehen. Insgesamt plant Neid derzeit mit einem erweiterten Kader von 32 Spielerinnen, die sich nach dem Algarve-Cup noch in sechs Partien und drei Lehrgängen für die Titelkämpfe empfehlen können.

© SID

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