Fußball Nationalmannschaft
"Operation EM-Qualifikation" für DFB-Team beginnt

Die deutsche Nationalmannschaft trifft heute in ihrem ersten EM-Qualifikationsspiel für die Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz auf Irland (20.45 Uhr/live in der ARD). Torhüter Jens Lehmann warnt vor dem Gegner.

Nach der WM ist vor der EM, heute beginnt für die deutsche Nationalmannschaft die Zukunft. "Wir haben jetzt neue Ziele, die wir erreichen wollen. Unser erstes ist, mit einem Sieg in die EM-Qualifikation zu starten", erklärte der neue Bundestrainer Joachim Löw vor dem ersten Qualifikations-Spiel einer deutschen Mannschaft seit fast drei Jahren heute in Stuttgart gegen Irland (20.45/live in der ARD).

Dass dieses Unterfangen gegen das Team von der "grünen Insel", das mehr als 27 Jahre nicht mehr gegen die DFB-Auswahl verloren hat, aber kein Selbstläufer wird, hob Torwart Jens Lehmann einen Tag vor dem Match hervor. "Ich kenne die irischen Spieler. Das ist eine richtig gute Mannschaft. Wenn irgendjemand damit rechnet, dass es ein leichtes Spiel wird, vertut er sich", warnte der England-Legionär vom FC Arsenal.

Lehmann will WM-Euphorie fortführen

Der kürzlich zum besten Keeper der Champions League gewählte Lehmann will im Gegensatz zu seinem Coach das WM-Märchen aber auch in der EM-Qualifikation fortschreiben. "Ich würde gerne auf der Welle der WM-Euphorie weiterschwimmen. Das würde der ganzen Mannschaft und natürlich auch unseren Fans gut tun. Falls es gegen die Iren anders kommt und wir uns schwer tun, müssen wir eben reagieren", sagte der 36-Jährige, der in Arne und Manuel Friedrich einmal mehr eine neue Innenverteidigung vor sich hat.

"Das beunruhigt mich nicht. Wir hatten vor der WM ähnliche Probleme, die damals groß aufgebauscht wurden. Und spätestens mit dem ersten Gruppenspiel gegen Costa Rica stand unsere Abwehr", meinte Lehmann, der zudem darauf hinwies, dass in Philipp Lahm, Arne Friedrich und Marcell Jansen drei WM-Teilnehmer in der Vierer-Abwehrkette stehen. Und dem Mainzer Manuel Friedrich traut Lehmann in dessen erstem Pflichtspiel ebenfalls eine Menge zu: "Er spielt dieses System im Verein, deshalb mache ich mir auch in dieser Hinsicht keine Sorgen.

Irland ein "unbequemer Gegner"

Diese Zuversicht teilt auch Löw, der in den vergangenen Tagen viel Zeit auf seine Notabwehr verwendet hat. "Wir haben mit den Verteidigern intensiv trainiert. Es war klar, dass sie sich am Anfang noch gesucht haben, sich erst finden mussten. Aber es klappt immer besser", meinte der 46-Jährige, der am Freitagnachmittag für die beiden Friedrichs und den nachnominierten Alexander Madlung noch ein spezielles Videostudium vorbereitet hatte. "Was kommt auf unsere Abwehr zu, wie muss sie sich gegen die Iren verhalten. Das sollen die Verteidiger noch verinnerlichen", erklärte Löw, der vom "unbequemen Gegner" viele hohe Bälle in den Strafraum erwartet, die dann verlängert werden.

Aufgrund der Unerfahrenheit seiner Innenverteidigung nimmt Löw, der gemeinsam mit seinem neue Assistenten Hans-Dieter Flick die Mannschaft am Donnerstagabend zum Essen eingeladen hatte, vor allem das Mittelfeld um Kapitän Michael Ballack und "Abräumer" Torsten Frings in die Pflicht.

"Das Mittelfeld steht besonders in der Verantwortung, muss bereits im Vorfeld viele gefährliche Situationen bereinigen und gleichzeitig Druck nach vorne aufbauen, damit wir den Gegner weit weg von uns halten", erläuterte Löw seine Taktik. Die Aufstellung wird er ebenso wie sein Vorgänger und ehemaliger Chef Jürgen Klinsmann erst am Spieltag zunächst der Mannschaft und dann der Öffentlichkeit mitteilen. "Aber allzu viele Überraschungen sind ja nicht möglich", meinte Löw, der im Angriff weiter auf das WM-Duo Miroslav Klose und Lukas Podolski setzt.

© SID

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