Fußball Nationalmannschaft
Pander verstärkt deutsche B-Elf gegen England

Der Schalker Christian Pander wird beim heutigen Fußball-Klassiker der DFB-Auswahl gegen England voraussichtlich als 14. Debütant in der Ära Joachim Löw auflaufen. Der Bundestrainer reiste mit einer B-Elf nach England.

Joachim Löw muss beim heutigen Fußball-Klassiker gegen England im neuen Wembley-Stadion (21.00 Uhr/live in der ARD) auf eine Not-Elf zurückgreifen. Der Schalker Christian Pander wird voraussichtlich als 14. Neuling in der Ära des Bundestrainers in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft stehen. Der Gelsenkirchener Profi, der für den Bremer Clemens Fritz nachnominiert worden war, absolvierte im Jahr 2005 beim 2:2 der Nationalmannschaft gegen eine Bundesliga-All-Star-Auswahl zu Gunsten der Tsunami-Opfer in Südostasien bislang nur ein inoffizielles Spiel im Adler-Dress.

Pander wird wohl auf der linken Mittelfeldseite für den verletzten Münchner Bastian Schweinsteiger zum Einsatz kommen. Löw ist nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Schweinsteiger, Kapitän Michael Ballack (FC Chelsea), Torsten Frings, Tim Borowski (beide Werder Bremen) und Sami Khedira (VfB Stuttgart) ohnehin zum Improvisieren gezwungen.

"Wir gehen mit großem Selbstvertrauen in die Partie, gerade auswärts hat die Mannschaft zuletzt gezeigt, dass sie wieder zur internationalen Spitze zählt. Im neuen Wembley-Stadion zu spielen, ist vor allem für die jungen Spieler eine tolle Erfahrung. Der Stellenwert der Partie ist sehr hoch, auch wenn wir ohne einige Stammspieler auskommen müssen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff im Teamhotel Landmark, in dem der 39-Jährige und das deutsche Team nach seinem Golden Goal im Finale 1996 gegen Tschechien (2:1) auch den EM-Titel gefeiert hatten.

Doch die gewonnene EM vor elf Jahren ist längst Schnee von gestern. Im für 1,4 Mrd. Euro neugebauten Mekka des Fußballs steigt heute die mittlerweile 30. Auflage zwischen den "Three Lions" und der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Zumindest statistisch stehen die Vorzeichen für den WM-Dritten gut.

Statistik spricht für Deutschland

Nicht nur, dass Dietmar Hamann im Oktober 2000 beim 1:0-Erfolg in der WM-Qualifikation das letzte Tor im alten Wembley-Stadion schoss, sondern vor allem die Tatsache, dass die letzte Niederlage in England bereits 32 Jahre zurückliegt, lässt den dreimaligen Welt- und Europameister hoffnungsvoll in das Spiel gehen. "Wir werden alles dafür tun, das Spiel zu gewinnen. Es gibt keinen Grund, warum wir uns verstecken sollten", meinte auch Angreifer Kevin Kuranyi.

Bernd Schneider wird das Mittelfeld als Kapitän anführen, auf der rechten Außenbahn wird voraussichtlich Roberto Hilbert (VfB Stuttgart) auflaufen. Den defensiven Part von Frings könnte WM-Teilnehmer Thomas Hitzlsperger (ebenfalls VfB Stuttgart) übernehmen.

Real Madrid stellt die Innenverteidigung

In der Abwehr rückt der Berliner Arne Friedrich für den verletzten Münchner Marcell Jansen in die Viererabwehrkette. Friedrich wird wie bei der WM 2006 auf der rechten Seite spielen, während Philipp Lahm (Bayern München) die linke Defensivposition übernehmen wird.

Per Mertesacker (Werder Bremen) und Christoph Metzelder (Real Madrid) bilden die Innenverteidigung. Neuling Serdar Tasci vom deutschen Meister VfB Stuttgart soll in der zweiten Halbzeit eine Bewährungschance erhalten.

Im Angriff läuft nach der Absage von Miroslav Klose (Bayern München) und Fußballer des Jahres Mario Gomez (VfB Stuttgart) alles auf das Duo mit dem Schalker Kevin Kuranyi und dem Leverkusener Stefan Kießling hinaus. Kießling absolvierte im März diesen Jahres beim 0:1 gegen Dänemark in Duisburg sein bislang einziges Länderspiel.

© SID

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