Fußball Nationalmannschaft
Schuhstreit dank DFB-Boss Zwanziger beigelegt

Nach einem Machtwort von DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger ist der Schuhstreit wohl beendet. Bis zum ersten Spiel in der EM-Qualifikation gegen Irland am 2. September sollen die Nationalspieler ihre Schuhe frei wählen dürfen.

Der Schuhstreit ist dank einer Vermittlungsaktion von DFB-Boss Dr. Theo Zwanziger offenbar beigelegt worden. Nach dem drohenden Boykott der deutschen Nationalspieler vor dem Länderspiel gegen Schweden (3:0) am Mittwoch in Gelsenkirchen erklärte Nationalkeeper Jens Lehmann, dass der Konflikt dank des Einsatzes von Zwanziger gelöst sei. Bis zum ersten Spiel in der EM-Qualifikation gegen Irland am 2. September sollen die WM-Dritten ihre Schuhe und Keeper Lehmann zudem seine Handschuhe frei wählen dürfen.

"Bislang haben wir die Zusage nur mündlich. Aber Dr. Zwanziger ist ein Mann, der zu seinem Wort steht. Wir wollen endlich in den Schuhen spielen, die wir auch in unseren Vereinen tragen. Es geht dabei nicht ums Geld. Es geht um die Gesundheit und es ist eine Entscheidung, die von der ganzen Mannschaft getragen wird", meinte Lehmann, der bei der WM nach einer Woche Training in den Schuhen des DFB-Ausrüsters adidas eigenen Angaben zufolge "körperliche Probleme" bekommen hatte.

Probleme bei Lehmann und Klose

Der FC Arsenal hatte dem 36 Jahre alten Torhüter nach der Rückkehr von der WM sogar dazu geraten, wegen des Schuhmonopols seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft zu erklären. "Arsenal hat zu mir gesagt, du fährst lieber nicht mehr zur Nationalmannschaft. Es ist was anderes, wenn man 22 ist. Dann kommt man mit dem Wechsel der Produkte wahrscheinlich besser klar. Aber Miroslav Klose zum Beispiel hat genau die gleichen Probleme wie ich", meinte Lehmann.

Lehmann und Fußballer des Jahres Miroslav Klose hatten als Teil des Mannschaftsrats Zwanziger bei der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes im Schloss Bellevue am Montag darüber in Kenntnis gesetzt, in Zukunft nur noch die Schuhe ihres Sponsors Nike tragen zu wollen. Vor allem Klose hatte mehrfach wiederholt, dass er bereits während der WM wegen der "unpassenden" Schuhe ständig gespritzt werden musste, um die Schmerzen zu ertragen.

"Es ist viel geschrieben worden. Weltweit hat nur noch Österreich keine freie Schuhwahl, deshalb ist das längst überfällig. Die Schuhe sind unser Handwerkszeug. Wir wollen in den Schuhen spielen, in denen wir uns wohlfühlen und nicht verletzen", sagte Dortmunds Christoph Metzelder.

© SID

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