Fußball Nationalmannschaft
Smisek und Prinz treffen beim 2:0 gegen Schweden

Die DFB-Frauen haben das "kleine Finale" beim Algarve Cup erreicht. Beim 2:0 (1:0) im letzten Gruppenspiel gegen Schweden trafen Sandra Smisek und Birgit Prinz per Elfmeter.

Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Peking sind die deutschen Weltmeisterinnen auf Kurs. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) setzte sich im abschließenden Gruppenspiel des Algarve Cups in Portugal 2:0 (1:0) gegen Schweden durch und hat damit den Einzug ins Spiel um Platz drei am Mittwoch (12.30 Uhr) gegen Norwegen geschafft. Im Finale stehen sich Dänemark und die USA gegenüber. Die Treffer erzielten Sandra Smisek (25.) und Birgit Prinz per Foulelfmeter (86.).

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Unsere Abwehr stand sehr gut, das Mittelfeld hat sich die zweiten Bälle geholt. Im Angriff hatten wir noch ein paar Fehlpässe, aber das ist für mich normal zu dieser frühen Zeit im Jahr. Dennoch bin ich vor allem mit dem schnellen Umschalten sehr zufrieden", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid nach dem Schlusspfiff.

Chancen zunächst Mangelware

Vor 500 Zuschauern in Santo Antonio ging die DFB-Elf, die vor dem Algarve Cup in 15 Partien in Folge keine Niederlage kassiert hatte und im bisherigen Turnierverlauf eine Pleite (0:1 gegen Dänemark) sowie einen Sieg (3:0 gegen Finnland) verbuchte, in der Anfangsphase sehr engagiert zur Sache. Doch obwohl sich die Deutschen Feldüberlegenheit erarbeiten konnten, blieben Chancen Mangelware.

Erst nach einer Viertelstunde erspielte sich das DFB-Team in der Neuauflage des WM-Finals von 2003, das die Deutschen vor viereinhalb Jahren in der Verlängerung durch das Golden Goal von Nia Künzer gewannen, die erste Möglichkeit. Der Abschluss von Isabell Bachor war allerdings schwach.

Nur zwei Minuten später musste Torfrau Silke Rottenberg (1. FFC Frankfurt), die sich mit der überragenden WM-Torhüterin Nadine Angerer (Durgardens IF) einen Kampf um den Stammplatz für Peking liefert, gegen die freistehende Caroline Seger retten.

Schon kurz nach dieser Schrecksekunde gelang der Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid, die ihre Startelf im Vergleich zum Finnland-Spiel auf fünf Positionen verändert hatte und die aus 37 im Blickfeld stehenden Spielerinnen einen 18-köpfigen Olympia-Kader basteln muss, die etwas überraschende Führung. Spielführerin Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt) hatte ihre zuletzt verletzte Klubkollegin Smisek, die ihr 32. Tor im 125. Länderspiel erzielte, mustergültig freigespielt.

Im Anschluss an die Führung kontrollierte der zweimalige Welt- und sechsmalige Europameister, der noch nie die Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, die Partie. Die Schützlinge von Neid, deren Team für den enttäuschenden achten Platz beim Algarve Cup 2007 herbe Kritik einstecken musste, aber bereits ein halbes Jahr später für die WM-Titelverteidigung gefeiert wurde, konnten die Führung bis zur Pause aber nicht mehr ausbauen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst kaum etwas am Spielverlauf. Die deutsche Mannschaft bestimmte das Geschehen, ließ allerdings zahlreiche gute Chancen ungenutzt. Eine der besten Möglichkeiten vergab Melanie Behringer vom SC Freiburg (66.). Acht Minuten später musste Rottenberg den Platz zwischen den Pfosten für Angerer räumen. Grund dafür war ein Zusammenprall Rottenbergs mit der schwedischen Stürmerin Jessica Landström (58.), bei dem die Torfrau am Kopf getroffen wurde und anschließend im Sehvermögen beeinträchtigt war.

Für die Entscheidung sorgte Prinz kurz vor Schluss. Die Spielführerin erzielte nach einem Foul der schwedischen Torfrau Kristin Hammarström an Petra Wimberski vom Elfmeterpunkt ihren 120. Treffer im 177. Länderspiel. Beide Torschützinnen waren beim zehnten Sieg im 15. Spiel gegen die Schwedinnen auch die besten deutschen Akteurinnen.

© SID

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