Fußball Nationalmannschaft
Zwanziger bedauert Konflikte im Nationalteam

DFB-Präsident Theo Zwanziger hat in einem Zeitungsinterview seinen Unmut über die aktuellen Konflikte im Nationalteam geäußert. Das Image des DFB-Team habe unnötigerweise gelitten.

Theo Zwanziger ist unzufrieden mit dem Verhalten einiger Nationalspieler. Für den DFB-Boss hat der Zwist zwischen Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Michael Ballack, Routinier Torsten Frings sowie Angreifer Kevin Kuranyi dem deutschen Nationalteam Schaden zugefügt. "Das Image der Nationalmannschaft hat gelitten. Nach der EM und den guten Ergebnissen in der Qualifikation war das nicht notwendig. Ich bedaure das sehr", sagte der Verbands-Präsident der Welt am Sonntag.

Zwanziger appellierte an die Spieler, künftig den Verhaltenskodex zu respektieren: "Natürlich muss es erlaubt sein, über die Aufstellung oder Form Einzelner zu sprechen, aber in der Gruppe. Jeder Fußballer lernt schon in der Jugend, dass solche Dinge untereinander geklärt werden müssen." Löw will die Spieler im Vorfeld des Länderspiels gegen England am kommenden Mittwoch in Berlin nochmals eindringlich auf das Einhalten der Verhaltensregeln hinweisen.

Höhere Qualität des Kaders Grund für Konflikt

Der DFB-Chef glaubt, dass Ballack nach der Aussprache mit Löw weiterhin der Leader im deutschen Team sein werde. "Michael Ballack ist ein außergewöhnlicher Spieler, er kann kämpfen, er kann begeistern, und er kann Tore erzielen. Er war immer eine Führungsfigur der Nationalmannschaft, und die bleibt er nach der Aussprache mit dem Bundestrainer für mich auch weiterhin. Er wird ein guter Kapitän sein", sagte Zwanziger.

Im Übrigen sei die Ursache des Konflikts darin begründet, "dass wir wieder mehr Qualität im Kader haben und der Konkurrenzkampf größer geworden ist. Wenn es diesen Wettbewerb nicht gibt, entstehen solche Probleme nicht."

© SID

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