Fußball
Plaßhenrich rettet Aachen gegen Nürnberg Punkt

dpa AACHEN. Rainer Plaßhenrich hat mit seinem Treffer zum 1:1 (0:1)-Ausgleich Alemannia Aachen vor der vierten Heimpleite bewahrt und dem 1. FC Nürnberg den schon sicher scheinenden ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga seit dem 18. August noch entrissen.

Der 29-jährige Mittelfeldspieler traf in der 90. Minute gegen die Franken, die vor 20 800 Zuschauern am ausverkauften Tivoli drei Punkte leichtfertig verschenkten. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor hatte Tomas Galasek (29.) den nun seit zehn Spielen sieglosen „Club“ in Führung gebracht. Ein weiteres halbes Dutzend bester Chancen wurde vergeben. Die Alemannia erkämpfte den Zähler sogar mit zehn Mann, nachdem Nico Herzig wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah (71.).

„Nürnberg hat ein sehr gutes Spiel geboten und hätte den Sack zumachen müssen. Aber meine Mannschaft hat Moral gezeigt und bis zum Schluss an sich geglaubt“, freute sich Aachens Coach Michael Frontzeck über den Zähler. Dagegen war Nürnbergs Trainer Hans Meyer sichtlich angefressen: „Ich habe schon viel erlebt als Trainer. Aber heute habe ich die Schnauze richtig voll. Es sind fünf Stunden von Aachen nach Nürnberg. Das wird eine richtig schöne Heimfahrt.“ Auch Abwehrspieler Dominik Reinhardt verstand die Welt nicht mehr: „Wir schaffen es einfach nicht, vorne die Tore zu machen und kriegen dann so ein blödes Ding rein. Das müssen wir endlich mal abstellen.“

Im Duell der Tabellen-Nachbarn trumpften die Nürnberger eine Halbzeit lang im Stile einer Heimmannschaft auf und beherrschten Ball und Gegner beinahe nach Belieben. Allerdings versäumte es der spielerisch wie läuferisch bessere „Club“ einmal mehr, aus seinen zahlreichen Chancen Kapital zu schlagen. Schon nach 70 Sekunden verpasste Markus Schroth nach einem „Stockfehler“ von Herzig die frühe Führung. In der 9. Minute scheiterte der von Dominik Reinhardt mustergültig freigespielte Galasek am Pfosten. Wenig später verhinderte Alemannia-Keeper Kristian Nicht gegen Marek Mintal einen drohenden Rückstand (13.).

Die Alemannia konnte ihren in Dortmund angedeuteten Aufwärtstrend zunächst nicht bestätigen. Obwohl Nationalspieler Jan Schlaudraff nach seiner Suspendierung ins Team zurückgekehrt war, zeigten die Hausherren wenig Spielkultur und leisteten sich zahlreiche Fehlpässe im Aufbau. Erst Mitte der ersten Halbzeit kämpften sich die Aachener allmählich in die Partie, wurden jedoch durch Galaseks erstes Bundesliga-Tor eiskalt erwischt. Der Tscheche jagte ein Zuspiel von Mintal aus 18 Metern unhaltbar für Nicht in den Torwinkel. Bis auf einen Kopfball von Rösler (34.), der Schäfer keine Mühe bereitete, hatte der Neuling dagegen in der Offensive nichts zu bieten.

Frontzeck reagierte auf das ideenlose Spiel seiner Mannschaft und brachte nach der Pause Sascha Dum für Cristian Fiel in die Partie. Während der „Club“ seine Souveränität verlor, erarbeiteten sich die Gastgeber nun gleiche Feldanateile. In der 55. Minute haderte die Alemannia mit Schiedsrichter Babak Rafati, der nach einem Rempler von Ivica Banovic an Rösler nicht auf den Elfmeterpunkt deutete. Nach dem Platzverweis gegen Herzig übernahmen die Gäste wieder das Kommando, doch zum zweiten Treffer reichte es nicht. Die größten Gelegenheiten vergaben Schroth (76.), Pinola (85.) und Jan Polak (87.), der die Latte traf.

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