Fußball
Platini plant finanzielles Fair Play

Uefa-Präsident Michel Platini will in den kommenden drei Jahren das finanzielle Fair Play im europäischen Fußball durchsetzen und setzt dabei vor allem die englische Premier League unter Druck.

Uefa-Präsident Michel Platini will in den kommenden drei Jahren das finanzielle Fair Play im europäischen Fußball durchsetzen und setzt dabei vor allem die englische Premier League unter Druck. Der Franzose forderte die hochverschuldete Liga im Mutterland des Fußballs auf, die Budgets auszugleichen und somit die Ausgaben für Gehälter und Transfers auf maximal 70 Prozent der Einnahmen zu beschränken.

"In Deutschland werden Schulden nicht akzeptiert"

"Wir wollen die Klubs nicht töten, aber sie müssen in Zukunft einen ausgeglichenen Haushalt haben. In Deutschland werden Schulden nicht akzeptiert, in England schon. Um aber an den europäischen Klubwettbewerben teilnehmen zu können, darf ein Verein nicht mehr ausgeben als er einnimmt. Wenn beispielsweise Manchester United im Jahr 300 Mill. Euro verdient, aber 400 Mill. Euro ausgibt, dann sagen wir: Nein", sagte Platini in einem Interview mit dem Daily Telegraph.

In der kommenden Woche trifft sich die Strukturkommission der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gemeinsam mit Platini, um den Drei-Jahres-Plan zu verabschieden.

Platini wünscht sich 4+4-Regelung in nationalen Ligen

Platini möchte unter anderem, dass die Vereine die Zahl ihrer Spieler begrenzen und nicht mehr als 40 unter Vertrag haben. Zudem wünscht er sich, dass die nationalen Ligen auch die 4+4-Regelung anwenden. "Vier Spieler aus dem eigenen Verein, vier Spieler aus dem eigenen Verband, 25 Spieler im Kader - das würde schon viele Probleme lösen" hatte der Franzose zuletzt dem SID gesagt.

Nach eigener Aussage wird der Uefa-Präsident inzwischen von Klubpräsidenten bedrängt, der Ausgaben-Spirale Einhalt zu gebieten, denn selbst die reichsten Bosse stehen vor einem unersättlichen Schlund. Bescheidenheit der Spieler erwartet der frühere Star von Juventus Turin nicht: "Die setzen ja keinem Präsidenten den Revolver an den Kopf, sondern nehmen nur, was ihnen angeboten wird."

© SID

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