Fußball Regionalliga
Dynamo Dresden entlässt Trainer Norbert Meier

Norbert Meier ist ab sofort nicht mehr Trainer beim Regionalligisten Dynamo Dresden. Zunächst soll Reserve-Trainer Jan Seifert auf der Bank sitzen, doch eine Rückkehr von Dynamo-Urgestein Eduard Geyer bahnt sich an.

Regionalligist Dynamo Dresden hat die Konsequenzen aus der unbefriedigenden sportlichen Situation gezogen und Trainer Norbert Meier entlassen. Obwohl Dynamo-Urgestein Eduard Geyer als heißester Anwärter auf den Cheftrainer-Posten gilt, hat Sportdirektor Ralf Minge für das Mittwoch-Heimspiel gegen VfL Wolfsburg II zunächst Jan Seifert von der Dresdner Landesliga-Reserve als Statthalter befördert. Hauptgeschäftsführer Bernd Maas spielt auf Zeit: "Mein Gefühl sagt mir, dass Seifert auf der Bank sitzt. Wir werden keine Schnellschüsse fabrizieren."

"Ich stehe für Dynamo bereit", ließ der Dynamo-Held früherer Jahre rechtzeitig in einem Interview wissen. Genau wie schon mehrfach in den letzten Jahren, als eine Verpflichtung Geyers aber immer wieder an diversen Gegenstimmen aus dem Umfeld scheiterte.

Größte Dynamo-Erfolge unter der Regie von Trainer Eduard Geyer

Meier musste gehen, weil die mit einem namhaften Spielerkader und dem Ziel Zweitliga-Aufstieg in die Saison gestarteten Dynamos nach der jüngsten 1:2-Pleite in Emden auf den elften Tabellenplatz der Nordstaffel abgerutscht sind.

Der frühere Nationalspieler und Ex-Trainer von Bundesligist MSV Duisburg hatte Dynamo vor einem Jahr von Peter Pacult übernommen und stand bereits in der Vorsaison bei Fans und Vorstand nach dem verfehlten Wiederaufstieg in die zweite Liga in der Kritik.

Unter Trainer Geyer, der seinen ursprünglich gut dotierten Vertrag beim in Finanznot geratenen Viertligisten FC Sachsen Leipzig vor Saisonbeginn auflöste, feierte Dynamo Ende der 80er Jahre große Erfolge. Seit 1986 betreute der ehemalige Dresdner DDR-Oberligaverteidiger als verantwortlicher Trainer die Dynamos, gewann mit Spielern wie Matthias Sammer, Ralf Minge und Ulf Kirsten 1989 den siebten und letzten DDR-Meistertitel mit "meinem Lieblingsverein" und avancierte danach sogar in Personalunion zum DDR-Nationaltrainer. Im April 1989 stand Geyer mit den Dresdnern im Halbfinale des Uefa-Pokals, scheiterte dort aber mit 0:1 und 1:1 am VfB Stuttgart.

© SID

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