Fußball Regionalliga
Freude in Wuppertal - Frust in Magdeburg

Während der Wuppertaler SV durch ein 2:0 über Rot-Weiß Oberhausen die Herbstmeisterschaft klar gemacht hat, zogen die Verantwortlichen beim 1. FC Magdeburg die Notbremse. Trainer Dirk Heyne musste seinen Posten räumen.

Jubel in Wuppertal, Frust in Magdeburg: Während der WSV am Sonntag durch ein 2:0 (1:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen die Tabellenführung übernommen hat und die Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Nord unter Dach und Fach brachte, hat beim Ligakonkurrenten 1. FC Magdeburg die Suche nach einem neuen Trainer begonnen. Nach der 1:2-Niederlage bei Energie Cottbus II votierte das Präsidium einstimmig für die Entlassung von Trainer Dirk Heyne. Der Rückstand des einzigen Europacup-Gewinners der DDR auf den Qualifikationsplatz (10. Rang) für die dritte Profiliga beträgt sechs Zähler.



Weidemann nach Magdeburg?

Innerhalb der nächsten Tagen will der Tabellen-13. einen Nachfolger präsentieren. Im Gespräch für den Job ist der kürzlich in Düsseldorf entlassene Ex-Erfurter Uwe Weidemann. FCM-Präsident Volker Rehboldt nannte die Trennung von Heyne eine "sportlich und menschlich schwere Entscheidung". Der frühere DDR-Auswahlkeeper hatte die Magdeburger erst in die Regionalliga geführt, in der vorigen Saison verfehlte die Mannschaft ganz knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Diese Sorgen hat Wuppertal nicht. Der WSV gewann am 21. Spieltag das Spitzenspiel gegen RWO durch Treffer von Mahir Saglik (28.) und Hüzeyfe Dogan (90./+2) und hat jetzt 37 Punkte auf dem Konto. Rot-Weiß Erfurt (35) und RWO (34) folgen.



Ausschreitungen in Essen

Von Ausschreitungen überschattet war das torlose Unentschieden zwischen den beiden Traditions-Klubs Rot-Weiß Essen und Fortuna Düsseldorf. Weil Anhänger der Düsseldorfer in ihrem Block mehrfach Rauchbomben gezündet und Feuerwerkskörper auf das Spielfeld abgeschossen hatten, unterbrach Schiedsrichter Stefan Lupp (Zossen) die Partie in der 75. Minute, schickte beide Mannschaften in die Kabinen. Erst nach rund zehn Minuten ging es weiter.

Das traurige Ergebnis der Krawalle: Sieben Zuschauer und vier Ordner mussten behandelt werden, zwei Personen wurden sogar ins Krankenhaus gebracht. "Das sind nicht unsere wahren Fans", distanzierte sich Düsseldorfs Manager und Interimstrainer Wolf Werner.

RWE-Präsident Rolf Hempelmann erklärte: "Uns ist von allen Seiten ein guter Ordnungsdienst bescheinigt worden. Wir haben alles unternommen, um solche Vorfälle möglichst zu verhindern. Ganz ausschließen lässt sich das aber nicht, wenn ein so hohes Maß an krimineller Energie im Spiel ist." Trotzdem müssen beide Klubs mit Strafen durch den DFB rechnen.



Nullnummer in Erfurt

Mit einem 0:0 verabschiedete sich auch Aufstiegsaspirant Erfurt in die Winterpause, musste sich gegen die Reserve von Borussia Dortmund mit nur einem Punkt zufrieden geben. "Ich bin sehr froh, dass jetzt die Pause kommt und wir neue Kräfte tanken können", sagte Erfurts Trainer Pawel Dotschew.

Union Berlin kam gegen Rot-Weiss Ahlen nicht über ein 4:4 (3:1) hinaus, obwohl die "Eisernen" schon 1:0, 3:1 und 4:3 geführt hatten. In der Nachspielzeit (90.) bescherte der erst kurz zuvor eingewechselte Sebastian Schoof den Gästen einen Zähler. "Aus meiner Sicht gab es keinen Grund, so lange nachspielen zu lassen", äußerte Union-Trainer Uwe Neuhaus verärgert.

Der SV Babelsberg und Kickers Emden trennten sich 1:1 (0:1). Die Gäste aus Ostfriesland, die durch Radovan Vujanovic (6.) frühzeitig in Führung gegangen waren, verpassten den möglichen Sprung auf einen Aufstiegsplatz. "Wir haben es verpasst, mit dem zweiten Treffer alles klar zu machen", meinte Kickers-Trainer Stefan Emmerling.



Lübeck weiter ohne Erfolgserlebnis

Die Reserve von Werder Bremen kam der Qualifikation für die zukünftige 3. Liga durch den 3:2 (1:1)-Heimsieg gegen den VfB Lübeck einen weiteren Schritt näher, rückte auf Platz vier vor. Für die sportlich und finanziell arg angeschlagenen Lübecker war es im sechsten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Uwe Fuchs auch die sechste Niederlage. Der VfB rutschte auf Platz 18. "Die Lage ist ernst. Wir planen für die 4. Liga", redete Ralf Dümmel, Vorsitzender des Wirtschaftsrates, Klartext.

Eintracht Braunschweig verkürzte den Rückstand zum zehnten Tabellenplatz dagegen durch den 3:1 (2:1)-Heimsieg im Derby gegen die Reserve des VfL Wolfsburg auf fünf Zähler.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%