Fußball Regionalliga
Kickers feuern Trainer Zeidler nach Remis

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FSV Frankfurt hat der Süd-Regionalligist Stuttgarter Kickers Trainer Peter Zeidler gefeuert. Hessen Kassel traf beim 4:0 über den Karlsruher SC II endlich wieder das Tor.

Die Stuttgarter Kickers haben die Notbremse gezogen. Die Negativ-Serie des Ex-Bundesligisten in der Regionalliga Süd gipfelte am Sonntag in der Entlassung von Trainer Peter Zeidler. "Ausschlaggebend war die sportliche Talfahrt der Mannschaft ohne einen Sieg in sieben Heimspielen. Das Traineramt übernimmt ab sofort der bisherige Co-Trainer Stefan Minkwitz", teilte der Klub mit. Am Samstag war der Ex-Bundesligist über ein 1:1 gegen den FSV Frankfurt nicht hinausgekommen.

"Wir werden die Situation nun sachlich analysieren und dann Entscheidungen treffen", sagte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum schon am Samstag. "Ich gehe davon aus, dass ich Trainer bleibe", hatte indes Zeidler erklärt. Am Sonntag wurde er dennoch beurlaubt.

Erster Dämpfer für Aalen

Aufstiegsaspirant VfR Aalen musste nach zuletzt drei Siegen in Folge am 14. Spieltag der Regionalliga Süd erstmals wieder einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Die Mannschaft von Trainer Edgar Schmitt kam in der Spitzen-Partie bei Jahn Regensburg zwar nur zu einem 1:1 (1:0), ist aber seit sechs Spielen unbesiegt und liegt weiter auf Aufstiegskurs. Bei den Gastgebern beendete Petr Stojlow eine 773-minütige Tor-Flaute mit seinem siebten Saisontreffer (59.).

"Uns hat die Aggressivität gefehlt, die wir in den letzten Spielen gezeigt haben. Regensburg gingen zum Schluss die Kräfte aus, was wir nicht nutzen konnten. Das Ergebnis geht in Ordnung", sagte Schmitt. Regensburgs Trainer Günter Güttler, der mit seiner Mannschaft aus den letzten sechs Spielen nur zwei Punkte holte, war mit dem Remis ebenfalls einverstanden: "Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. Die Mannschaft hat gerade in der zweiten Hälfte gezeigt, was in ihr steckt."

Da die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart am Sonntag aber nicht über ein 1:1 (0:1) bei Zweitliga-Absteiger Spvgg Unterhaching hinauskam, behauptete Aalen zudem mit 29 Punkten die Tabellenführung mit einem Zähler Vorsprung vor den Schwaben. Auch der SV Sandhausen konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und blieb nach einem 1:3 (1:2) bei Bayern München II auf Rang drei (26 Punkte).

Kassel gelingt Befreiungsschlag

Hessen Kassel gelang mit dem 4:0 (2:0) gegen die Reserve des Karlsruher SC der ersehnte Befreiungsschlag. Nach zuletzt drei Spielen ohne eigenen Treffer beendeten Thorsten Bauer und Erich Strobel mit je zwei Toren die Krise der Hessen.

Für Bauer waren es die Liga-Tore 100 und 101 für die "Löwen". Er führt die Torschützenliste mit zehn Treffern souverän an. "Ich hatte als Ziel ausgegeben, dass wir bis zur Winterpause zumindest unsere Heimspiele gewinnen. Der Anfang ist gemacht", meinte Kassels Trainer Matthias Hamann.

Wacker Burghausen verpasste durch das 1:1 (1:0) beim SC Pfullendorf die Chance, den Abstand zu den Aufstiegsplätzen zu verkürzen. "Wir haben einen Gegner, der nach der ersten Halbzeit schon am Boden war, in der zweiten Hälfte durch Fehler wieder aufgebaut", sagte Burghausens Manager Peter Assion angefressen.

Die Sportfreunde Siegen konnten nach zuvor zehn Spielen ohne dreifachen Punktgewinn durch einen 4:2 (2:1)-Erfolg gegen Schlusslicht FSV Ludwigshafen-Oggersheim wieder gewinnen. "Es war ein hart erkämpfter Sieg, den sich die Mannschaft auch verdient hat, weil sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte", äußerte Siegens Trainer Marc Fascher nach dem ersten Sieg unter seiner Regie. Die Gäste bleiben mit sechs Punkten abgeschlagener Tabellenletzter.

Ingolstadt spielt schlecht und gewinnt

Der FC Ingolstadt gab mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den SSV Reutlingen die richtige Antwort auf die 0:4-Niederlage beim VfR Aalen in der Vorwoche. "Wir haben schon oft gut gespielt und nicht gewonnen. Jetzt war es mal umgekehrt", analysierte FCI-Trainer Jürgen Press. Die SV 07 Elversberg trennt nach dem 2:0 (1:0) gegen 1 860 München II nur noch die Tordifferenz von Platz zehn, der zur Qualifikation zur neuen dritten Liga berechtigt.

© SID

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