Fußball
Ronaldo will Madrid angeblich verlassen

Bei Real Madrid droht ein Ende der Samba-Zeit. Stürmerstar Ronaldo würde den spanischen Fußball-Rekordmeister nach einem Zeitungsbericht lieber heute als morgen verlassen.

dpa MADRID. Bei Real Madrid droht ein Ende der Samba-Zeit. Stürmerstar Ronaldo würde den spanischen Fußball-Rekordmeister nach einem Zeitungsbericht lieber heute als morgen verlassen.

Für den Brasilianer und seine Landsleute Roberto Carlos, Robinho und Julio Baptista sind bei den "Königlichen" harte Zeiten angebrochen. Die Stars sind beim Publikum in Ungnade gefallen. Die Fans machen den "Clan der Brasilianer" für die Misere des Teams verantwortlich, das in der Primera División acht Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Barcelona zurückliegt.

Ronaldo habe die Vereinsführung schon über seine Wechselabsichten informiert, berichtete die Zeitung "ABC". "Der Fußballer hat genug von den Fans und von der Mannschaft." Er trauert seinem Landsmann Vanderlei Luxemburgo nach, den Real vor zwei Wochen als Trainer entlassen hatte.

Der Club entschied, dass Interimscoach Juan Ramón López Caro bis zum Saisonende 2006 als Trainer im Amt bleibt. Der bisherige Coach der B-Elf zog bei den "Königlichen" andere Seiten auf. Bei ihm werden Fitness, Ausdauer und Krafttraining groß geschrieben. Die mit der Verpflichtung von Robinho und Baptista eingeleitete "Brasilianisierung" ist gescheitert. Real ist seit 2003 ohne Titel, und das Team spielt keinen Deut besser als in den vergangenen Jahren.

Der 42-Jährige ist bei den "Königlichen" schon der fünfte Trainer in zweieinhalb Jahren. Für die Saison 2006/2 007 will der Club nach Presseberichten einen namhaften Coach unter Vertrag nehmen. Zu den Favoriten werden der Italiener Fabio Capello (Juventus Turin), der Schwede Sven-Göran Eriksson (englischer Nationaltrainer) und der Franzose Arsène Wenger (FC Arsenal London) gezählt.

Den Brasilianern bläst nun der Wind ins Gesicht. Die Fans legten sich mit Ronaldo an, dieser reagierte mit Publikumsschelte. "Die Leute sollen uns unterstützen. Die Partien im Bernabéu-Stadion sind für uns wie Auswärtsspiele", beklagte er sich schon vor Wochen über die Pfiffe auf den Rängen. Nach dem 1:1 gegen Osasuna schlug er in dieselbe Kerbe: "Mit diesen Zuschauern ist es immer das Gleiche."

Die Presse spekuliert über eine mögliche Rückkehr Ronaldos zu Inter Mailand. Inter-Großaktionär Massimo Moratti meinte dazu: "Dies ist nicht ausgeschlossen. Aber derzeit ist eine Rückkehr nur ein Traum." Der Torjäger, dessen Vertrag bis 2008 läuft, ist bei Real nicht der einzige Brasilianer, der den Notausgang zu suchen scheint. "Die Tage von Roberto Carlos in Madrid sind ebenfalls gezählt", schreibt "ABC". "Die Frage ist nur, ob der Verteidiger von sich aus geht oder ob der Verein aktiv wird."

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