Fußball
Schalke fürchtet die Nachlizenzierung nicht

„Ganz gelassen“: Der FC Schalke 04 fürchtet keinen ernsthaften Konsequenzen bei der erneuten Überprüfung seiner Finanzen durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). Als einer von etwa 20 Clubs der 1. und 2. Bundesliga muss sich der Club einem Nachlizensierungsverfahren stellen.

HB HAMBURG. Der FC Schalke 04 sieht dem Nachlizenzierungsverfahren durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) gelassen entgegen. "Die DFL wird sich das genau ansehen. Ich gehe davon aus, dass man uns nachher weiterarbeiten lässt wie bisher, also wie seit Saisonbeginn. Wir wollen unsere finanziellen Probleme in den Griff kriegen und ich bin sicher, dass wir das schaffen", sagte Trainer und Vorstandsmitglied Felix Magath. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) hatte berichtet, dass die DFL die Finanzlage bei Schalke und zahlreichen anderen Clubs untersuche.

Nach der Lizenzerteilung für die Saison 2009/2010 werden nach SZ- Angaben insgesamt rund 20 Vereine aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga nachträglich inspiziert, darunter auch Zweitliga-Aufsteiger Union Berlin. Die DFL kann auf Verstöße mit Sanktionen wie Geldstrafen und Punktabzug oder im schlimmsten Fall mit dem Lizenzentzug reagieren. Die Vereine haben bis Jahresende Zeit, Mängel abzustellen. Die DFL prüft seit der Saison 2006/07 routinemäßig, ob sich bei den Vereinen nach der Lizenzerteilung finanzielle Rahmenbedingungen geändert haben. In der Spielzeit 2007/08 waren dem Zweitligisten TuS Koblenz sechs Punkte abgezogen. Der Verein hatte im Lizenzierungsverfahren Spielerverträge verschwiegen.

Bei Schalke 04 geht es nach SZ-Informationen unter anderem um zusätzliche Ausgaben in dieser Saison in Höhe von zehn Mill. Euro für den neuen Trainer Magath und dessen Team. Schalke-Geschäftsführer Peter Peters wollte diese Angaben weder bestätigen noch dementieren. "Es ist doch normal, dass wir uns zu Vertragsinhalten nicht äußern", sagte Peters der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mit dem Punktabzug für Koblenz im Vorjahr sei der Fall nicht zu vergleichen. "Das sind komplett unterschiedliche Fälle", meinte Peters. Die DFL wollte die Untersuchungen am Sonntag auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

Magath erinnerte daran, dass es schon im Sommer geheißen habe, der Club müsse Spieler verkaufen. "Und auch jetzt bin ich ganz gelassen, was diese Sache angeht", betonte der Schalker Trainer.

Peters steht einer angeblichen Drohung des US-Bankiers Stephen L. Schechter ebenfalls gelassen gegenüber. Wie die SZ berichtete, habe Schechter, der Schalke eine Anleihe über 75 Mill. Euro mit der "Prudential Trustee Company Limited" vermittelte, dem Verein wegen angeblicher Vertragsbrüche mit der Fälligstellung der Anleihen für Ende Oktober und Forderungen in Höhe von 102,8 Mill. Euro gedroht. "Schechter ist nicht unser Vertragspartner, sondern war nur der Vermittler. Er hat alle seine Provisionen inklusive der Reisekosten erhalten", sagte Peters dazu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%