Fußball
Schalke-Manager Müller vor Beurlaubung

Manager Andreas Müller steht beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 vor der Beurlaubung. Das berichtete die „Neue Ruhr/Rhein-Zeitung“ (NRZ) in ihrer Montagausgabe.

HB GELSENKIRCHEN. Vereinspräsident Josef Schnusenberg und Aufsichtsratchef Clemens Tönnies werden Andreas Müller bei einem für heute anberaumten Gespräch mitteilen, dass seine Zeit bei Königsblau nach gut 20 Jahren als Spieler und Funktionär abgelaufen ist, berichtet die NRZ. Die formaljuristische Entscheidung über die Beurlaubung von Müller, der noch einen Vertrag bis 2011 hat, werde am Samstag, 14. März, bei einer Sondersitzung des Aufsichtsrates fallen, die kurzfristig nach einer Krisensitzung der Schalker Führungsgremien einberufen worden sei. In dieser Runde, die am vergangenen Samstag in der Fleischfabrik von Tönnies in Rheda getagt habe, sei das Schicksal von Müller besiegelt worden.

Trainer Fred Rutten, dessen Schicksal Müller mit seinem eigenen verknüpft hatte, dürfe dagegen zunächst weiterarbeiten – allerdings kaum über das Saisonende hinaus, berichtet die Zeitung weiter. Bereits in den nächsten Tagen solle zumindest der künftige Manager präsentiert werden.

Schalke-Geschäftsführer Peter Peters bezeichnete dies auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa als „reine Spekulation“. Er sagte lediglich, dass an diesem Montag in Gelsenkirchen eine Unterredung zwischen dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Clemens Tönnies und Müller stattfinden soll. Der Termin für dieses „informelle Gespräch war bereits Mitte der Woche anberaumt worden“.

Auch der schwer erkämpfte 1:0-Sieg gegen den 1. FC Köln konnte die kochende Volksseele und die Lage „auf Schalke“ nicht beruhigen, obwohl Kölns Trainer Christoph Daum eine Lanze für seinen leidgeprüften Kollegen brach. „Fred Rutten und Andreas Müller haben Unterstützung verdient. Für Schalke ging es nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Sie brauchten die drei Punkte. Ich hoffe, dass hier jetzt ein wenig Ruhe einkehrt und Schalke die Wende schafft“, sagte Daum nach dem 0:1 am Freitagabend.

Doch Ruhe und Frieden sind nicht zu erwarten. Am Samstag kamen Mitglieder verschiedener Schalker Vereinsgremien zusammen, um die Lage zu diskutieren. Wie auch der Club mitteilte, bat Tönnies den Manager zu einem Gespräch an diesem Montag. Nach Informationen des „Express“ müsse sich Müller bei diesem „Rapport“ auf kritische Fragen einstellen. Das von ihm eingeforderte Treuebekenntnis habe man „vier Jahre lang gegeben“, so Tönnies. „Und es war ja auch eine gute Zeit. Aber es gilt weiterhin, dass eine solche Frage vor allem vom Erfolg abhängig ist.“ Das von Müller präsentierte Zukunftskonzept habe sich laut Tönnies „mittlerweile überholt“.

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