Fußball Spanien
Ermittlungen gegen sieben spanische Profis

In Spanien stehen sieben Profis unter Verdacht, Spiele manipuliert zu haben. Auch der FC Kopenhagen aus Dänemark steht offenbar im Fokus der Ermittler.

Der Wettskandal im europäischen Fußball zieht immer weitere Kreise und erschüttert nun auch das Land des Europameisters. Nach Angaben des nationalen Fußball-Verbandes Rfef ermittelt die spanische Staatsanwaltschaft gegen die Zweitligisten Rayo Vallecano und UD Las Palmas sowie sieben Profis, die Spiele manipuliert haben sollen. Es soll sich dabei um sechs Spieler aus der zweiten und dritten Liga sowie einen Torwart von Erstligist Real Saragossa handeln. Insgesamt sollen mehr als 20 Spiele von der 2. Liga abwärts verschoben worden sein.

Nachdem am Dienstag erste Verdächtigungen in Spanien aufgekommen waren, wurden am Mittwoch konkrete Namen und Zahlen genannt. Im Blickpunkt der Ermittlungen steht unter anderem die Zweitliga-Partie zwischen UD Las Palmas und Rayo Vallecano, die am 13. Juni torlos endete und bei der es zu lediglich zwei Torschüssen gekommen sein soll. "Der Verband hat Ermittlungen gegen Las Palmas, Rayo Vallecano und Spieler von anderen Mannschaften eingeleitet", hieß es in einer Mitteilung von Las Palmas.

Ermittlungen gegen Angreifer Piti

Der Klub von den Kanarischen Inseln nannte sieben angeblich verwickelte Spieler, die allesamt nicht im Kader von Las Palmas stehen. Die bekanntesten Spieler darunter waren Saragossas Keeper Javier Lopez Vallejo und Vallecano-Angreifer Piti. Saragossa wollte die Vorwürfe gegen seinen Torwart zunächst nicht bestätigen, Rayo Vallecano erklärte indes, dass Ermittlungen gegen den genannten Spieler und den Verein laufen.

Die Aufarbeitung des Skandals in Spanien könnte zu mehrjährigen Haftstrafen für die Beteiligten führen, da die spanische Regierung eine Woche vor Bekanntwerden des größten Manipulationsskandals in der europäischen Fußball-Geschichte eine Reform des Strafgesetzbuches beschlossen hatte. Auf der iberischen Halbinsel sind Korruption und Betrügereien nun erstmals ausdrücklich als kriminelle Vergehen in den Gesetzen aufgeführt und können entsprechend bestraft werden.

FC Kopenhagen als "Verdachtsmannschaft"

Unterdessen ist ein weiteres Spiel der Champions League in das Visier der Ermittler gerückt. Verwickelt in Manipulationen soll wohl auch der dänische Spitzenklub FC Kopenhagen sein. Das bestätigte am Mittwoch Anwalt Burkhard Benecken, nachdem er einen Tag lang Einsicht in die Akten der Bochumer Staatsanwaltschaft hatte. "Der FC Kopenhagen wird als Verdachtsmannschaft geführt", sagte Benecken der Sport Bild.

So soll es unter anderem um die Qualifikationsspiele zur Champions League zwischen Kopenhagen und Apoel Nikosia aus Zypern im August 2009 gehen. Kopenhagen verlor nach einem 1:0 im Hinspiel das Rückspiel überraschend 1:3 und verpasste die Gruppenphase der Königsklasse.

© SID

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