Fußball Spanien
FC Barcelona gehen die Führungskräfte aus

Nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Joan Laporta droht dem FC Barcelona eine Krise. Am Donnerstag traten nach der Vorstandssitzung acht Führungsmitglieder zurück.

Die Führungskrise beim 18-maligen spanischen Meister FC Barcelona spitzt sich weiter zu. Am Donnerstag traten bei einer Vorstandssitzung im Beisein des seit dem Misstrauensvotums vom Sonntag unter heftiger Kritik stehenden Präsidenten Joan Laporta acht Führungsmitglieder zurück. Darunter waren der erste Vizepräsident Albert Vicens, der für Finanzen zuständige Vize Ferran Soriano und der für den sportlichen Bereich verantwortliche Vorstand Marc Ingla.

60,6 Prozent der Mitglieder wollten Laporta aus dem Amt

"Der Grund für unseren Rücktritt liegt in der unterschiedlichen Auffassung davon, wie man mit einem derartigen Ergebnis bei einem Misstrauensvotum umgeht", erklärte Vicens auf einer Pressekonferenz. Rechtsanwalt Laporta hatte bei dem Votum unter 40 000 Klubmitgliedern nur 37,75 Prozent der Stimmen erhalten. 60,6 Prozent der Mitglieder wollten Laporta aus dem Amt haben. Für Neuwahlen hätte es allerdings einer Zweidrittel-Mehrheit bedurft.

Die Amtszeit Laportas dauert noch bis 2010, nach dem Votum hatte sich der 46-Jährige zum Entsetzen seiner Kritiker als Sieger gegeben. Zurzeit stehen allerdings nur noch neun Mitglieder im Vorstand, 13 müssen es mindestens sein. Laporta wird seit dem Champions-League-Sieg der Katalanen 2006 vor allem eine verfehlte Personalpolitik vorgeworfen.

© SID

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